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...aber Bomben müssen fallen

Der deutsche Militarismus hat sich damit abgefunden, dass in der Heide keine Kriegsspiele stattfinden. In ihrer Logik bedeutet dies jedoch: dann an einem anderen Ort. Denn es müssen Bomben fallen. Schließlich muss die Armee ja geübt darin sein effektiv mit Bombenwürfen zu vernichten und töten. Wozu sonst eine Armee. Zum Stapeln von Sandsäcken bei Hochwasser würde auch die Feuerwehr genügen. Nach dem Gemetzel von zwei Weltkriegen wurde ernsthaft die Frage gestellt: Brauchen wir eine Armee? Brauchen wir wirklich eine Organisation deren Beruf es ist zu töten und zu zerstören? Aber diese Ideen gerieten bald in Vergessenheit. Heute wird, wie vor den Weltkriege, nur noch gefragt wo die Bomben fallen sollen – muss ja. Auf diese Logik des Militarismus werden wir uns nicht einlassen.

 

 

 

Keine Bombenwürfe – egal an welchem Ort!

Wir von Solid sagen ganz klar: Wir brauchen keine Bombenwürfe- egal wo! Wir brauchen auch keine Armee. Angeblich geht es um Verteidigung bei der Bundeswehr. Aber wir führen nur Angriffskriege. Auch wenn z.B. der Krieg in Afghanistan nicht Krieg genannt werden soll, denn der deutsche Militarismus will ja nur helfen. Aber auf diese Art der Hilfe würden viele Menschen in Afghanistan gerne verzichten, auch wenn das hier keiner hören mag. Es gilt weiterhin der alte Grundsatz: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Tatsächlich hat der Krieg in Afghanistan, wie im Irak, wie in Vietnam, wie in jedem Scheiß-Krieg weder Demokratie noch Frieden den Menschen gebracht.

Sicher macht die Kriegsindustrie viel Profit. Aktuell hat die Regierung einen neuen Rüstungsauftrag im Rahmen des Konjunkturprogramm für Schützenpanzer vergeben. Sozusagen als Rettungsschirm für die Kriegsindustrie, denn Panzer sind ebenso wie Banken für den Kapitalismus systemrelevant. Wie sonst sollen machthungrige Militärs, Politiker und Wirtschaftsbosse Einfluss auf Rohstoffe und billige Arbeitskräfte in anderen Ländern erhalten, die sich nicht freiwillig unterwerfen? Jüngst wurde die Ölindustrie im besetzten Irak unter den Firmen der imperialistischen Länder aufgeteilt. Aber was hat all das mit Verteidigung zu tun? Und warum sollen wir diesen organisierten Mord für Profit und Macht akzeptieren oder sogar beklatschen?

 

Bundeswehr raus aus den Schulen!

Zur Zeit wird viel Aufwand getrieben um das Image der Armee aufzupolieren. Die Skandale über sadistische Ausbilder, rechtsradikale Soldaten oder die Ermordung von Zivilisten in Afghanistan haben kein gutes Bild hinterlassen. Nun sollen besinnliche Zapfenstreiche, Tage der offenen Tür an den Kasernen, oder Offiziere an Schulen und Arbeitsamt die guten Seiten der Armee aufzeigen. Zur Zeit touren verstärkt Anwerber der Armee durch die Schulen. Mit Führerschein, Studium oder Sonderzulagen wird versucht Jugendliche für den Dienst an der Waffe zu ködern. In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit lassen sich einige auf  diese Masche ein. Ein krisensicherer Arbeitsplatz bei dem man neue Länder kennen lernt – und sie in Schutt und Asche legt!

Aber keine Parade oder Hochglanzbroschüre wird etwas daran ändern, dass die Bundeswehr bleibt was sie ist: überflüssig. Offiziere der Bundeswehr sind an Schulen so sinnvoll wie eine geladene Schrotflinte. Es gibt viele gesellschaftlich sinnvollere Berufe als das Töten für Nation und Profit! Niemand, außer der Kriegsindustrie, machthungrigen Militärs und Politikern, braucht eine Armee die uns am Hindukusch „verteidigt“.  Dort werden die Interessen des deutschen Imperialismus verteidigt und nicht unsere. Daher können wir nur alle Beteiligten in den Truppenübungsplätzen, Kasernen und Flottenstützpunkten ermutigen das gleiche zu tun wie in der Heide Kyritz-Neuruppin: Schmeißt die Knarre weg und macht den Laden dicht!

 

 

·         Schließung sämtlicher Übungsplätze für den Bombenabwurf – egal wo!

 

·         Bundeswehr raus aus den Schulen und Arbeitsämtern!

 

·         Bundeswehr abschaffen!