„Die Kriegsgewinner tragen nicht nur Camouflageuniform, sondern auch Nadelstreifenanzüge. Sie sitzen nicht nur im Parlament, sondern vor allem auch in den Chefetagen deutscher und US-amerikanischer Konzerne. Ihre Kassen klingeln, wenn die Bundeswehr sich für ihre globalen Interventionskriege aus- und umrüstet“, so Dennis Meier, Pressesprecher der Hamburger Linksjugend ['solid].
Blohm+Voss ist Teil eines Werftenverbunds unter der Leitung der ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) mit Hauptsitz in Hamburg, der zu ThyssenKrupp AG gehört. TKMS produziert alle neuen, von der offensiv agierenden Bundesmarine benötigten Schiffe: U-Boote, Fregatten und Korvetten. Die ThyssenKrupp-Tochter hält einen Weltmarktanteil von 65% beim Export von Fregatten und Korvetten sowie einen Anteil von ca. 90% am Export von U-Booten. Insgesamt erzielt TKMS derzeit einen jährlichen Umsatz von 2 Milliarden Euro, von denen zwei Drittel aus der Rüstungsproduktion stammen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser Produktion und Gewinne stammt direkt aus Hamburg. Laut jüngsten Medienberichten und Konzernaussagen strebt TKMS nun sogar an, ein „nationales Rüstungsunternehmen“ zu werden.
„Es werden den Rüstungskonzernen wie Blohm+Voss bzw. TKMS nicht nur Millionen Euro Steuergelder in den Rachen geworfen. Eine Fregatte des Typs 124, von denen Blohm+Voss mehrere hergestellt hat, kostet z.B. über 700 Millionen Euro. Andersherum unterstützen und sichern die deutschen Rüstungsunternehmen und die deutsche Rüstungsforschung auch die zunehmenden Großmachtambitionen und Kriegspolitik der BRD und der Europäischen Union“, kritisiert die Linksjugend ['solid].
„Und wer wie das Hamburger Unternehmen Blohm+Voss vom blutigen Geschäft mit dem Krieg und dem Leid der Betroffenen in Afghanistan oder am Horn von Afrika profitiert, ist sicher nicht gegen die Übertragung von weiteren Aufgaben an das Militär oder gegen zusätzliche Kriege“, konstatiert der Pressesprecher der Hamburger Linksjugend ['solid], Dennis Meier. „Wir fordern hingegen eine umgehende Abrüstung, den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und ein unverzügliches Ende europäischer, US-amerikanischer und deutscher Kriege und Großmachtpolitik.“