Unsere Flyer wurden rege verteilt und es ergaben sich daraufhin einige
interessante Gespräche mit Passanten. Dennoch ist die überwiegende
Mehrheit der KonzertbesucherInnen unseren Infotischen und
Aufklärungsversuchen leider fern geblieben und hat schnurstracks den Weg
zur Color Line Arena genommen. Vereinzelt kam es zu verbalen
Anfeindungen, die die Gesinnung der betreffenden Personen offenbarten.
Alles in allem verlief die Kundgebung aber ruhig.
Mehr als 400 SoldatInnen aus sieben Ländern haben am Samstag in Hamburg
ihre Marschmusik präsentiert. Für kriegführende Armeen sind
Veranstaltungen solcher Art und das Auftreten in der Öffentlichkeit ein
wichtiges Instrument. Neben den unterschiedlichsten Werbemaßnahmen, z.B.
Sportveranstaltungen, Adventure-Games, Rekrutierungsveranstaltung in
Schulen und auf Messen, ist auch diese Musikparade Teil von
Imagekampagnen. Die Bundeswehr und andere Armeen dieser Welt wollen sich
damit in der Öffentlichkeit zeigen und etablieren und Sympathien in der
Bevölkerung für die Kriegspolitik der westlichen Staaten gewinnen.
Militaristische Positionen dringen auf diese Weise zunehmend in alle
Poren der Gesellschaft.
Das Militär und seine politische Führung benötigen diesen
gesellschaftlichen Rückhalt, damit sich kein Protest oder Widerstand
gegen die mörderische Außenpolitik und die Kriegseinsätze der
Bundeswehr, der NATO und der EU regt, durch die die Leben von Millionen
Menschen und die Natur systematisch zerstört werden.
Weitere Informationen zur Antimilitarismuskampagne des Landesverbands
Hamburg der Linksjugend ['solid] "Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu
machen!" inklusive Veranstaltungs- und Aktionsankündigungen findet ihr
unter: www.antimilitarismus.de.vu
