Zurück zur Startseite

„Die starke Stimme für deutsche Interessen“

Seit 2010 erscheint eine neue Zeitschrift namens „Zuerst!“.  Auf den ersten Blick gibt sich die Zeitschrift als Magazin wie Stern oder Spiegel. Unterhaltsame Artikel mit bunten Bildern aus Politik, Geschichte und Kultur. Aber diese Zeitschrift kann noch viel mehr. Hier wird über Verschwörungen und gefährliche Trends aufgeklärt, über die  sonst keiner berichtet: Im „Tatort“ sind nur Deutsche Täter, die CDU ist im linken Mainstream angekommen und die weiße Welt steht (mal wieder) am Abgrund. Mit ausgewogenen journalistischen Fragen wie diesen deckt Zuerst! alles auf: „Das Thema Nationalsozialismus scheint paradoxerweise immer noch eine große Rolle zu spielen, obwohl die Zeitzeugen und die potentiell „Verdächtigen“ gar nicht mehr leben. Halten sie die Hysterie im „Kampf gegen Rechts“ für angebracht?“ -Wer die Fragen so stellt hat seine Antworten bereits im Kopf und sucht nur noch nach Stichwortgebern. Täter gab es im Nationalsozialismus wohl nicht, nur Verdächtige und selbst die nur potentiell in Anführungszeichen. Das scheint auch die Hauptaussage dieses Magazins zu sein. Nazis und Rassisten gibt es nicht, nur die „Hysterie im Kampf gegen Rechts“. Am besten wir vergessen das Thema ganz!

 

Dieses Magazin scheut daher konsequent jeglichen direkten Bezug auf NSDAP oder NPD wie der Teufel das Weihwasser. Damit stellen sie sich in die Tradition neuer, rechtspopulistischer Formationen wie  FPÖ oder PRO Köln. Diese versuchen den Bannstrahl gegen offenen Rassismus und Faschismus zu unterlaufen indem sie sich einen seriösen Anstrich geben. Ein geschickter Schachzug, um aus der rechten Nische rauszukommen. Hinter der Fassade von bunten Bildern und Magazin-Format findet sich jedoch die alte abgestandene Suppe von Rassismus, Geschichtsrevisionismus und Antikommunismus. Es lohnt sich dennoch diesen braunen Brei durch zu sieben, um zu sehen wie sich Hitlers Erben nach dem Doppeltrauma von `45 und '68 versuchen wieder salonfähig zu machen. Keine leichte Aufgabe nach dem Scherbenhaufen, den die Faschisten mit Angriffskriegen und Massenmord angerichtet haben. Wir wollen sehen wie Zuerst! diese Aufgabe meistert.

 

Rassismus ohne Rassen – rechter Eiertanz

Der geneigte Rassist weiß die Arbeit von „Zuerst!“ auf jeden Fall zu schätzen. Unter dem Titel „Unkontrollierte Masseneinwanderung“ beginnt ein Leserbrief mit den Worten: „Ihr Bericht „Bürger zweiter Klasse“ erfasst klar die Probleme der weitgehend unkontrollierten Masseneinwanderung.“ Damit hat dieser Leser klar das zentrale Thema dieser Zeitschrift erkannt: paranoider Rassismus. Seit  der Niederlage des Faschismus 1945 und der Kulturrevolution 1968 stehen Rassisten vor einem Dilemma: Wie kann man öffentlich rassistische Hetze betreiben ohne Begriffe wie „Rasse“ oder „Jüdische Weltverschwörung“ zu benutzen? Der rechte Eiertanz beginnt. Die Rassisten bei Political Incorrect können ein Lied davon singen wie anstrengend es ist seinen blanken Rassismus hinter angeblicher Kulturkritik zu verdecken. Aber Zuerst! meistert diesen Eiertanz mit Bravour.

Neben den Artikeln selbst haben es gerade die „Lesehinweise“ in sich.  So findet sich unter dem Titel „Die Migrationsbombe“ folgender Lesehinweis auf das Buch „Irrweg Einwanderung“: „Die weiße Welt am Abgrund – Wir sind Zeuge einer millionenfachen Einwanderung und Landnahme durch Menschen völlig fremder Ethnien und Kultur, die – von unserem in Jahrhunderten erarbeiteten Wohlstand angezogen- zu uns strömen. Ihre traditionellen Geburtenraten tun ein übriges: Im Jahre 2050 werden in der Neuen Welt die heimischen weißen Völker nicht mehr die Mehrheit stellen; dann wird der europäische Mensch nur noch ein Randdasein in jener Welt fristen, die er einst erschaffen hat.“

So einfach ist die Lösung für den Rassismus ohne Rassen. Der Begriff Rasse wird durch den Begriff Kultur ausgetauscht. Die rassistische Logik bleibt ansonsten die gleiche. Als Experiment braucht nur in einem beliebigen Artikel dieser Zeitschrift das Wort Kultur durch das Wort Rasse ausgetauscht werden: Der Artikel könnten dann nahtlos in einer Ausgabe des Stürmers veröffentlicht sein. In dieser rassistischen Logik lassen sich sämtliche sozialen Probleme auf den schädlichen Einfluss fremder Rassen/ Kulturen zurück führen. Laut den Artikeln in  Zuerst! gibt es kaum eine Form von Kriminalität, die nicht durch Migration verursacht wird. Es ist das alte Lied

vom Sündenbock.

 

Besonders die Muslimen sind hier die Zielscheibe der rassistischen Hetze. Das ist nicht verwunderlich, denn Islam-Bashing ist unter Rechtsradikalen zum Lieblingssport geworden. So beginnt der erste Artikel mit dem Titel „Türkei öffnet die Schleusen“. Wer diese Gefahr, diese angebliche Invasion nicht wahrhaben will, gilt als „Mulitkulti-illusionist“. Dem Tatort wird mangelnde „Sozialkritik“ vorgeworfen, weil die Muslimin in der Tatort-folge „Ehrenmord“ nicht vom eifersüchtigen Ehemann ermordet wurde.  Was fällt dem Tatort ein nicht die üblichen rassistischen Stereotype zu bestätigen! Dabei, belehrt uns Zuerst!, sind „Ehrenmorde“ unter Türken „keine Seltenheit“. Als Beleg wird ein Einzelfall hervorgezogen und eine aus dem Zusammenhang gerissene Statistik. Natürlich ohne Quellenangabe wie bei jeder anderen Zahl oder Statistik in diesem Magazin. Es könnte sonst jemand auf die Idee kommen die Behauptungen zu überprüfen. Mit Behauptungslogik anstatt mit wissenschaftlich nachprüfbaren Fakten arbeitet Zuerst! auch bei ihrem zweiten Hauptthema: dem Verbiegen der Geschichte.

 

Geschichtsrevisionismus – Geschichten vom rechten Rand

Eine Vielzahl der Artikel widmet sich der Vergangenheit. Hier zeigt sich das konservative Element der rechtsradikalen Ideologie. Es gibt zwar keine positive Vorstellung von einer besseren Zukunft aber die rückwärtsgewandte Utopie von einer besseren, reinen Vergangenheit. Da es diesen reinen Zustand nie gegeben hat, muss viel Zeit auf das Umbiegen der Geschichte verwendet werden.

So wird die Geschichte der Wagner-Festspiele zur glücklichen Familiengeschichte. Alle waren glücklich. Auch Hitler hat es in Bayreuth gut gefallen. Nur die Niederlage der Faschisten trübte diese Idylle inmitten von Weltkrieg und Massenmord, lesen wir in diesem Artikel. Manche wagten es sogar die „Herrin von Bayreuth“ wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem Nazi-Apparat ,und ihren Privilegien dank dieser Zusammenarbeit, Vorwürfe zu machen. Aber Zuerst! weiß seine Leser zu beruhigen: „Winfried blieb, was sie immer war: eine Persönlichkeit, die ihren Weg ging, ungebeugt und ungebrochen. Die Nachkriegs-“reeducation“ prallte an ihr ab, und liess sich weder von den Medien noch von kritischen Stimmen aus dem Ausland aus der Fassung bringen.“ Wer solch eine schmalzige Geschichte über die Idylle des Nazi-systems verbreitet ohne nur einen Anflug von Kritik oder den Hinweis auf die Verbrechen rund um diese Idylle von Bayreuth, an dem ist wohl auch jegliche „Re-education abgeprallt“ und die Realität gleich mit!

 

Aber Verbrechen durch den deutschen Faschismus existieren in dieser rechtsradikalen Parallelwelt gar nicht. Es gibt nur Verbrechen an Deutschen. Vor allem die sogenannte „Besetzung und Zerstückelung Deutschlands“ wurde immer noch nicht überwunden. Ostdeutschland wird hier konsequent als „Mitteldeutschland“ bezeichnet und viel über die deutschen Opfer des Weltkrieges berichtet. Eine deutsche Kriegsschuld, deutsche Täter gibt es in diesem eindimensionalen Weltbild nicht. Wenig überraschend das der Holocaust-Leugner Zündel einen eigenen Artikel erhält. Dort wird sein Leidensweg geschildert, nur weil er eine „andere Meinung hat“. Dem „Drama“ dieses Geschichtsrevisionisten widmet Zuerst! zwei rührseelige Seiten. Für die  Opfer des Holocaust, den Zündel leugnet, haben die Verfasser nicht eine Silbe übrig. Auch der Turnvater Jahn, Bismarck und andere Glanzstunden für deutsche Nationalisten dürfen nicht fehlen. Natürlich auch die Errungenschaften der „deutschen Wissenschaft“. So wie der Zeppelin. Bereits das Propagandaministerium unter Goebbels berichtete gern über diese „Könige der Lüfte“. Weniger eindrucksvoll ist, dass die „Hindenburg“ mit Hakenkreuzen verziert (natürlich in Zuerst! abgedruckt) abgefackelt ist. Aber auch hier hat Zuerst den Sündenbock schon ausgemacht: „Wäre der Zeppelin mit Heliumgas statt mit Wasserstoff gefüllt gewesen, wäre das  nicht passiert. Doch das Monopol auf die Herstellung von Helium lag damals bei den USA, und Deutschland wurde aus politischen Gründen nicht mit dem Gas beliefert.“ -Und das 1937, was für eine Unverschämtheit. Vielleicht wollen sich die Autoren noch darüber beschweren, dass an Hitler nicht die Konstruktionspläne für Atombomben übergeben wurden. Was hätte der Mann damit nicht alles erreichen können!

 

Früher war alles besser! -Das ist der wehleidige Unterton all dieser Artikel. Und wer ist schuld?

Hier schließt sich der Kreis zum Rassismus. Die vielen Veränderungen haben nun nur noch eine Erklärung. Durch die Einflüsse fremder Rassen/ Kulturen entstehen sämtliche Probleme wie Arbeitslosigkeit oder Kriminalität. Und es gibt nur einen klaren Schuldigen: Die fremden Rassen/ Kulturen. Diese müssen abgeschoben, ausgegrenzt und bekämpft werden. Und natürlich ihre „Mulitkulti-helfershelfer“, die die Tore der Nation für die Invasion geöffnet haben. Wenn es für den Rechtsradikalen noch etwas schlimmeres als den Migranten gibt, dann ist es der Linke. Der Migrant kann ja wegen seiner Natur/ Kultur gar nicht anders. An diesem Punkt ist der Rassist großzügig. Aber diese linken Vaterlandsverräter haben ihr eigenes Volk verraten. Damit wären wir beim dritten Themenkreis der rechtsradikalen Propaganda: dem Antikommunismus

 

 

Antikommunismus – Wenn aus Nazis Opfer werden

„Brennende Autos, organisierte Angriffe auf Polizeiwachen, gewalttätige Demonstrationen – die Bundesrepublik Deutschland steht vor einem dramatischen Problem, linker Gewalt, die sich mehr und mehr auszubreiten scheint.“ In diesen als auch anderen Artikeln von Zuerst! Entsteht der Eindruck dieses Land steht am Rande des Bürgerkriegs. Beweise fehlen wie schon bei den anderen Behauptungen dieses Machwerks. Stattdessen wird jedes brennende Auto in Deutschlands Straßen großzügig „linken Chaoten“ zugeschrieben. Ein weiterer Beleg sind für Zuerst! die erfolgreichen antifaschistischen Blockaden in Köln und Dresden. Wenn Naziveranstaltungen nicht mit Polizeiknüppeln und Wasserwerfern durchgeprügelt werden, ist für den Herausgeber Günter Deschner der Rechtsstaat am Boden. Und wenn diese eindeutigen Hinweise nicht ausreichen wird noch ein selbsternannter „Experte für Linksextremismus“ aus dem Hut gezaubert. Was ihn zum Experten macht, außer seiner Feindseligkeit gegen Linke,  bleibt sein Geheimnis. Aber immerhin erzählt er den Herausgebern was sie hören wollen: „Das stete Lamento über „Rechtsextremismus“, „Nazis“, „Rassismus“, „Ausländerfeindlichkeit“, dient ja primär dazu, den Normalbürger zu disziplinieren, sprich: einzuschüchtern. […] „Man traut sich ja bald gar nichts mehr zu sagen“, ist ein häufiger Satz von unzufriedenen, eingeschüchterten Normalbürgern, den man oft in Gesprächen oder Leserbriefen hört.“ In diesen Sätzen steckt so viel Bitterkeit! Unsere „Normalbürger“ wollen doch einfach nur ihrem Rassismus freien Lauf lassen. Und die „Gutmenschen“ machen alles kaputt. Jetzt auch noch in Dresden, dem größten Naziaufmarsch in Europa. Das ist bitter.

 

Zuerst! deckt nun auf, dass hinter dem breiten Antifaschistischen Bündnis in Dresden nur eines steckt: „Kommunisten in allen Schattierungen und unter vielen irreführenden Namen, die ihre wahre, menschenverachtende Überzeugung verheimlichen sollen.“ Da haben wir es wieder: Eine kommunistische Verschwörung. Und der Staat macht mit den Kommunisten gemeinsame Sache, lesen wir in diesem Magazin. Ganz klar, wie sollte eine rechtsradikale Zeitschrift ohne Verschwörungstheorien auskommen? Der Tatort, die Polizei, der CDU-Generalsekretär, alle haben sich mit den Kommunisten und den Fremden verschworen. Nur einige Patrioten haben die Zeichen der Zeit erkannt und trotzen mit ihrer Zeitschrift der Gefahr. Und das für nur 6,50 im Monat!

 

 

Fazit – mein rechter, rechter Platz ist frei..

Diese Zeitschrift hat wirklich alles zu bieten was das „Herz am rechten Fleck“ begehrt. Das wird auch gewürdigt. So finden wir im Leserbrief mit mit dem dem Titel „Wichtig und lesenswert“ folgende Laudatio: „Ich danke Männern wie Dr. Deschner und Harald Neubauer, dass sie den Deutschen eine patriotische Zeitschrift mit Stil und Niveau und von grossem Format zugänglich machen.“-Eine Zeitschrift mit Stil und Niveau. Wer könnte es besser ausdrücken? Eine gelungene Mischung aus Rassismus, Geschichtsrevisionismus und Antikommunismus. Und alles noch mit bunten Bildern! Was für ein Format.

 

Gerade in diesen Zeiten wo  ein Trend schleichend um sich greift, den sonst noch keiner bemerkt hat: dem Linkstrend der CDU.  Ja, richtig gehört: Selbst die CDU wird nun überfremdet. So warnt Harald Neubauer (die Buchstaben seines Namens sind natürlich schwarz-rot-gold unterlegt) die Deutschen vor den Konsequenzen von Merkels Kurs: „Aus der Union wird die beste SPD, die es je gab. Zudem grüner als die Grünen. Und rundum offen für die“Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe“, wie man heute Zustände zu umschreiben pflegt, die unter Adenauer und Erhard noch strafbar waren. Eine solche Christenunion rollt natürlich dem Islam den Gebetsteppich aus und freut sich über jedes neue Minarett im „Integrationsland“.“ Redet dieser Mann eigentlich von derselben CDU, die mit „Kinder statt Inder“ auf Stimmenfang geht? Leider ja. Einem Mann, der Homosexualität gerne wieder mit Zuchthaus bestrafen würde, sind gelegentliche rassistische Ausfälle schon Beweis dafür, dass die CDU im linken Mainstream angekommen ist. Aber wenn dieser Linkstrend nicht schlimm genug wäre, wird noch der CDU-Generalsekretär als „linker Street-worker“ enttarnt. Ja, Zuerst! Deckt auf, dass dieser Mensch es gewagt hat gegen Antisemitismus in der Jungen Union zu argumentieren. Wo kommen wir denn dahin! Wann besinnt sich die CDU endlich wieder auf ihren alten Werte, hören wir die Zuerst!-Redaktion seufzen. Vermutlich denken sie an die guten alten Zeiten nach der Wende wo CDU-Politiker noch an der Speerspitze der fremdenfeindlichen Bewegung standen. Während der rassistische Mob Asyl-heime anzündete erklärten CDU-Politiker das wäre nur ein Hilfeschrei der überforderten Bevölkerung angesichts von Überfremdung. Das waren noch Zeiten. Heute ist alles schlecht: „Genau wie  in Lübeck, Sebnitz, Potsdam, Mittweida und vielen anderen vergleichbaren Fällen stellte sich auch in Ludwigshafen heraus, dass durchaus kein fremdenfeindlicher Hintegrund, ja noch nicht einmal eine Straftat vorlag. Doch die Phantom-Diskussion darüber, ob sich Ausländer in Deutschland ihres Lebens sicher sein können, war einmal mehr losgetreten.“ Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass Menschen in Deutschland aus rassistischen Gründen verfolgt und umgebracht werden! 

 

Die Behauptung rassistische Gewalt gibt es gar nicht, überrascht nicht von Leuten für die es im Nationalsozialismus keine Täter sondern nur „Verdächtige“ gibt. Überraschend ist aber, dass die CDU als zentraler Bezugspunkt gewählt wird. Wie schon andere Blätter der neuen Rechten ,wie die Junge Freiheit, wird versucht eine Brücke zwischen konservativen Kreisen in der CDU und dem rechten Rand zu schlagen.  Eine Partei „rechts von der Union“ in der Konservative und Rassisten in und außerhalb der CDU wieder glücklich vereint sind, aber nicht so verrufen ist wie die NPD. Diese neue „Rechtspartei“ scheint den Machern vorzuschweben. Als Erfolgsbeispiel wird gern die Politik der FPÖ in Österreich beifällig erwähnt. Das passt zu dem Bemühen des Blattes als seriöse Kraft zu erscheinen, die nichts mit Nazis und Rassisten zu tun hat (denn so was gibt es ja gar nicht). Ein wichtiger Hebel ist hier die Hetze gegen Muslime. Diese wird von vielen zur Zeit nicht als Rassismus erkannt, weil diese Hetze als Kultur- und Religionskritik ausgegeben wird. Das ist eine fatale Fehleinschätzung. Es geht diesen Leuten nicht um Frauenrechte. Es geht ihnen auch nicht um Religionskritik. Hinter dieser Fassade wird beim kulturellen Rassismus dieselbe rassistische Logik fortgeführt wie beim biologischen Rassismus. Daher ist es von zentraler Bedeutung in der Öffentlichkeit das Islam-Bashing  als das zu ächten was es ist: Paranoider Rassismus. Und eine Zeitschrift wie Zuerst! als das kenntlich zu machen was sie ist: Rassistische Hetze im Zeitschriftenformat.