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20. Mai 2009

Bericht zur Antikrisendemo am 16.05.2009

 

Am 16. Mai demonstrierten in Berlin (nach Angaben des DGB) 100 000 Menschen gegen die Finanzkrise und dessen negativen Auswirkungen wie Stellen- und Sozialabbau, die auf unserer aller Rücken abgetreten werden.
Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr ging der Demozug vom Breitscheidplatz in Richtung Siegessäule, an der die Kundgebung stattfinden sollte, los.

Mit weiteren GenossInnen aus Berlin gingen wir als Bildungsstreikblock.
Um das Bildungssystem in Deutschland steht es ohnehin schon schlecht: zu wenig Lehrerpersonal, zu große Klassen und Lernmittelkosten sind nur einige Beispiele dafür und durch die Finanzkrise gibt es in diesem Bereich nun noch mehr Kürzungen!

Mit Sprüchen wie „17. Juni, Widerstand! – Bildungsstreik im ganzen Land!“, machten wir, passend zur Straße des 17. Juni, durch die wir gingen, auf den Bildungsstreik, der nächsten Monat ansteht, aufmerksam.

Bis auf einen einzigen Polizisten, der sich für kurze Zeit mit seinem großen Wagen zwischen Demonstranten und Lautsprecherwagen gedrängelt hatte(jedoch scheinbar eher durch Verwirrung, als zur Provokation), hat es keine Vorkommnisse gegeben.
Gegen 15:00 Uhr waren wir am Ende der Route angelangt.

Auch wenn sich eine Künast und ein Müntefering, die zu eben jenen gehören, denen wir die sozialen Missstände zu verdanken haben, an der Demonstration beteiligten, war doch die Mehrzahl an diesem Tag für eine bessere, eine sozialere Bekämpfung der Krise.
In Berlin sind es diesen Samstag 100 000 gewesen, europaweit sollen vergangene Woche insgesamt 330 000 Menschen (nach Angaben der junge Welt) auf die Straße gegangen sein.

Das sind Zahlen, die für die Politiker nur schwer zu ignorieren sind und wenn es noch mal so viele werden und es zu einem Generalstreik kommt, werden sie nicht mehr anders können, als unseren Forderungen nachzugeben! 


Weitere Bilder zur Demo...


19. Mai 2009

Ein Stadtteil für alle, eine Gesellschaft für alle!

Eine vierteilige Veranstaltungsreihe vom 28.5.-29.6.2009

www.stadtteil-fuer-alle.de.vu

 

Von der

Basisgruppe Wilhelmsburg

 

Wilhelmsburg war zu Beginn des 20. Jahrhunderts...

...ein Ort sozialer Widersprüche und Konflikte. Die Lebenssituation in der noch bis 1927 eigenständigen Stadt war für den überwiegenden Teil der Bevölkerung, die ArbeiterInnen von den Werften, den Ölfabriken usw. schon in der Weimarer Republik katastrophal. Die geringen Löhne, von denen in der Regel gesamte Familien überleben mussten, zwangen sie, in der Nähe zu ihren Arbeitsplätzen unter einfachsten Bedingungen zu wohnen, zu schlafen und auf wenig Platz dicht gedrängt zusammenzuleben.

Das "rote Wilhelmsburg" prägten Auseinandersetzungen des organisierten, industriellen Proletariats mit den UnternehmerInnen in den Betrieben. Kämpfe für höhere Löhne, Streiks für bessere Arbeitsbedingungen, Mietboykotts, Erwerbsloseninitiativen etc. hatten kurzfristig eine Verbesserung der Lebensverhältnisse aller StadtbewohnerInnen zum Ziel. Schon zu dieser Zeit gab es vor allem von Seiten der Sozialdemokratie Bemühungen, die Menschen durch Reformen, Mitwirkung in den Parlamenten und Mitarbeit in der Partei einzubinden, was Forderungen nach grundlegenden Veränderungen der Gesellschaft ihre Legitimität nahm, kanalisierte und ins Leere

Hier weiterlesen...

 

 

 

18. März 2009

Freitag, der 13. für die HSH Nordbank!

„Mehr für Leistungsträger statt Hartz IV-Pack“ und „Kita-Kinder: Mehr Disziplin statt Essen!" oder auch ganz schlicht: “Mehr, mehr, mehr!”, jammerte am letzten Freitagnachmittag eine Gruppe stinkiger Reicher in der Altonaer Fußgängerzone vorm Mercado. Angeführt von einem “jungen” und “dynamischen” Anzugträger mit Megaphon, der verzweifelt versuchte, seinem Kummer Luft zu machen und dabei große Mühe hatte sich gegen seinen ständigen Schatten, einen linken Gegendemonstranten und sein Gefolge von „Sozialneidern“, durchzusetzen.

Auch die Umstehenden schienen wenig Verständnis für die Not der PelzträgerInnen und Banker und dessen prekäre soziale Lage in Zeiten der Krise zu haben. So wollte doch tatsächlich niemand begreifen, dass sie, die “wahren Leistungsträger” unserer Wirtschaft mit der neu aufkeimenden Kritik am Kapitalismus, bemitleidenswerte Opfer einer völlig ungerechtfertigten Hetzkampagne würden. O-Ton: “Die Würde des Kapitalismus ist unantastbar!”

Die Reaktionen der Passanten reichten stattdessen von totaler Verwirrung über Erstaunen bis hin zu blanker Wut! Da reckte sich schon mal die ein oder andere Faust empor, als der linke „Chaot“ ihnen entgegen rief: “Wir werden nicht für eure Krise zahlen!” und für eine sozialistische Alternative zur herrschenden Wirtschaftsordnung aufrief.

In kürzester Zeit war die kleine Demo umringt von zeitweilig um die 60 Personen, die in ihrem Alltag inne hielten und das Spektakel belustigt betrachteten, heftig mitdiskutierten oder ihre Fotohandys zückten. Und kaum einer sollte das kleine Schauspiel verlassen, ohne nicht mit einen Aufruf zur Krisendemo in Berlin am 28. März versorgt zu werden.

 

Am Ende war die kurzfristig geplante Straßenaktion ein sehr motivierender Beitrag für die Mobilisierung zum 28. März in Berlin und Frankfurt a.M.

 

Wir rufen euch alle, Schüler, Studenten, Azubis und alle anderen „prekären“ jungen Menschen dieser Stadt, dazu auf: Beteiligt euch an den Protesten!

Es reicht schon lange nicht mehr, dass immer die gleichen ihre Stimme erheben. Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen und für eine solidarische Lösung dieser Krise kämpfen! Zeigen wir Wirtschaft und Politik, dass wir uns nicht verarschen lassen: Auf nach Berlin!

 

Diese Aktion wurde organisiert im Namen des Hamburger Mobilisierungsbündnis für die Großdemonstrationen "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" am 28. März in Berlin und Frankfurt.

Mit dabei sind das globalisierungskritischen Netzwerk attac, sein Jugendnetzwerk Noya,

die Linksjugend.solid, die Hochschulgruppe dielinke.SDS, die Partei DIE

LINKE, Avanti - Projekt undogmatische Linke, die SAV, die

Migrantenorganisation DIDF, die Aktionsgruppe Gerechter Welthandel, das

Solidaritätskomitee mit den Iranischen Arbeitern und Jour Fix -Gewerkschaftslinke.

Busse nach Berlin!

Es wird einen Jugendbus zur Demo nach Berlin geben mit Solid, Noya, Avanti und weiteren Interesierten.

Auch für dich haben euch haben wir noch Plätze frei!

Meldet euch einfach unter:busnachberlin@gmail.com

13. Februar 2009

„Wir zahlen nicht für eure Krise !“ - Erste Proteste in Hamburg 2009

Am 12. Februar sind rund 1.500 Menschen auf die Straße gegangen. Zu dieser Demonstration hatten die DGB-Gewerkschaften aufgerufen. Damit wurde ein erstes Zeichen gesetzt, dass wir nicht alles ruhig hinnehmen. Mit dabei ein kleiner aber lauter Jugendblock. Aber was sind die nächsten Schritte, um die Proteste auf eine höhere Stufe zu heben?

 

Jugendblock am Start

Nicht nur die Gewerkschaften waren auf der Demo vertreten, sondern es gab auch einen Jugendblock. Zwar ein kleiner Jugendblock, aber nicht zu übersehen und vor allem nicht zu überhören. Mit Slogans wie „Generalstreik“ und „Brecht die Macht der Banken und Konzerne“ wurde deutlich, dass wir mehr wollen als nur weichgespülte Reformen am System.

Es ist wichtig, dass sich Jugendliche auch in Zukunft an den verallgemeinerten Protesten beteiligen. Schließlich geht es auch um unsere Zukunft!

Der Bildungsstreik war bereits ein Zeichen, dass wir nicht alles heimlich, still und leise ertragen. In vielen Städten gibt es bereits Streikkomitees von Schülern und Studenten, die einen gemeinsamen Bildungsstreik vorbereiten. Aber warum soll nur an Unis und Schulen gestreikt werden. Gibt es in den Betrieben nicht genauso viele Gründe? Auch kann ein Bildungsstreik nur wenig wirtschaftlichen Druck erzeugen. Es gibt also genug Gründe, gemeinsam zu streiken, gemeinsam auf die Straße zu gehen.

 

Mobilisierung mit angezogener Handbremse

Die Arbeitgeber halten es nicht mal für nötig, für die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst ein Angebot abzugeben. Arrogant lächeln Spitzenpolitiker in die Kamera und behaupten, es wäre kein Geld da. Eine marode Großbank müsste man sein! Für die sind genug Milliarden da. An der Börse wurden Rekordgewinne für Aktionäre ausgegeben. Auch für Prestigeprojekte wie die Hafencity scheint Geld da zu sein.

Es gab und gibt genug Gründe gerade auf die Straße zu gehen. Aber es waren nur 1.500 bei dieser Demonstration. Bedeutet das nun, dass alle anderen zufrieden sind? Auf keinen Fall!

Der DGB hatte zwar zu der Demonstration aufgerufen, aber eine Mobilisierung hat kaum stattgefunden. Plakate, Flugblattverteilungen, Aktionen – Fehlanzeige. Die Uhrzeit 16.30 an einem Donnerstag bedeutet, dass viele noch arbeiten müssen. Wer morgens ab 8 Uhr beim Warnstreik im ÖD durch Alsterdorf demonstriert ist, war auch wenig motiviert anschließend ein zweites mal durch die kalten Straßen von Hamburg zu laufen. Auf dieser Grundlage ist es ein Erfolg dass überhaupt 1.500 Menschen von dieser Demonstration erfahren und sich beteiligt haben. Es bleibt das Geheimnis der DGB-Führung warum sie zu einer Demonstration aufruft, aber mit angezogener Handbremse mobilisiert.

 

Wie weiter

Trotz dieser Kritik ist es gut, dass diese Demonstration stattgefunden hat. Wir müssen ein Zeichen setzen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen. Sonst wir die Krise weiter auf uns abgeladen durch Entlassungen, Steuererhöhungen oder Sozialkürzungen. Für den 28.März sind bereits bundesweite Proteste in Vorbereitung. Damit diese Proteste einen Sinn haben muss dafür in den Stadteilen, Schulen und Betrieben mobilisiert werden. Eine Demo der „üblichen Verdächtigen“ reicht nicht aus. Insbesondere müssen wir in den Gewerkschaften Druck machen, dass wirklich mobilisiert wird.

 

Die richtige Antwort haben die KollegInnen in Frankreich gegeben: Generalstreik!

Demonstrationen und Streiks in einzelnen Bereichen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Das hat aber schon nicht im Aufschwung ausgereicht, Unternehmer und Regierung umzustimmen. Trotz Protesten wurde Nokia dichtgemacht, Hartz IV oder Studiengebühren eingeführt. In der Krise werden vereinzelte Proteste erst recht nicht genügen. Wir müssen unsere ganze Stärke zeigen. Ein landesweiter Streik in sämtlichen Betrieben, Unis und Schulen wäre ein deutliches Zeichen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen. Solange wir uns nicht wehren, wird die Krise weiter auf uns abgeladen. Deswegen ist es an der Zeit einen eintägigen Generalstreik zu organisieren!

 

 

Aktionskonferenz am 21.Febrauar in Hamburg

Bewegung alleine führt zu nichts ohne ein Ziel. Ein Programm ist notwendig wie wir diese Krise überwinden können. Die Forderungen des DGB wurden zurecht von manchen als ungenügend kritisiert. Mit Regulierungen der Finanzmärkte oder der Stärkung der Binnennachfrage wird die Krise höchstens abgeschwächt, dafür aber in die Länge gezogen.

Genauso wenig wie diese weichgespülten Änderungen reicht es aus nur zu sagen „deswegen Sozialismus“. Wir brauchen ein Programm mit konkreten Kampfschritten und Forderungen wie wir dieses System durch ein besseres ersetzen können. Ein Ort, um diese Fragen zu klären, kann die Aktionskonferenz am 21. Februar in Hamburg sein. Wir laden jede und jeden ein sich dabei einzubringen.

 

➢ Eine ausführliche Analyse zur Krise von uns findet sich in unseren

„Perspektiven für 2009“

➢ Unser Anti-Krisen Programm findet sich in unserem Flyer

„Unsere Antwort auf die Krise: Gegenwehr-Solidarität-Sozialismus

 

 

9. Februar 2009

Unsere Antwort auf die Krise: Gegenwehr - Solidarität - Sozialismus

Letztes Jahr wollten uns Politiker und Manager erzählen, die Krise betrifft uns nicht. Jetzt werden Tausende auf die Straße geschmissen, Betriebe schließen und Jobaussichten sind mies. Wir haben zwar nichts vom Aufschwung gesehen, aber die Zeche sollen trotzdem wir zahlen. Diesen Scheiß sollen wir still und leiste hinnehmen? Nein!

Am 12.2. gehen wir gemeinsam auf die Straße: Wir zahlen nicht für eure Krise!

Wir müssen selbst aktiv werden. Es gibt keinen Grund, den Rettungspaketen der Regierung zu vertrauen. Was die Politiker an Konjunkturpaketen ausgeben, müssen durch INflation, Steuern und Sozialabbau am Ende wir finanzieren. Trotz der Milliarden Unterstützung schmeißen die IKB oder die Bayern LB Leute auf die Straße. Der Rettungsschirm rettet nur Banken und Großunternehmen! Genauso wenig werden nur Regulierungen und Personalwechsel etwas ändern. Es werden andere kommen, die sich bereichern. Und wenn sich die wirtschaftliche Macht in wenigern Händen konzentriert, werden diese Wenigen Wege finden, Gesetze und Regulierungen zu umgehen. Wir brauchen eine grundlegende Veränderung, ansonsten ist der Weg in die nächste Krise bereits vorprogrammiert.


WIR ZAHLEN EURE KRISE NICHT!

Demonstration

Do. 12. Februar

16.30 Uhr

Gewerkschaftshaus beim ZOB


Wir von Linksjugend ['solid] Hamburg wollen nicht nur einige weichgespülte Änderungen am System. Selbst im Aufschwung verhungern jeden Tag Menschen, obwohl genug Nahrung da ist. Jeden Tag schuften sich einige kaputt, während andere gar keinen Job finden. Auch in den "goldenen zeiten" wurden die Turnschuhe von Kindern in Sweatshops genäht. In dieser Krise wird nur deutlicher, wie krank dieses System ist. Deswegen fordern wir als Antwort auf die Krise:

Offenlegung der Geschäftsbücher

Viele Banken und Konzerne behaupten, sie hätten kein Geld mehr, Wir wollen sehen, wohin das Geld geflossen ist.


Kampf um jeden Arbeitsplatz

Kein Betrieb darf geschlossen werden und niemand darf auf die Straße geworfen werden.

Für die Vergesellschaftung der Banken und Konzerne

Die Unternehmer drohen damit, ins Ausland zu gehen. Sollen sie gehen! Aber die Fabriken und das Vermögen bleiben hier. Die produktion kann auch ohne die Kapitalisten fortgesetzt werden - unter demokratischer Kontrolle der Bevölkerung. Statt für den Profit dieser Unternehmer wird produziert, was wir brauchen.

Keine Aufrüstung nach Innen und Außen

Kontrollbesuche der Arbeitsämter, Überwachung unserer PCs, mehr Polizei - das ist auch eine Art der Krisenpolitik. Zur gleichen Zeit wird die Armee ausgerüstet, um weltweit deutsche Wirtschaftsinteressen durchzusetzen. Wir bekämpfen diese autoritäre Krisenpolitik. Wir brauchen mehr Demokratie, nicht weniger, deswegen kämpfen wir für eine Rätedemokratie. Damit alle an Entscheidungen beteiligt werden, anstatt nur alle vier Jahre Politiker zu wählen, die nach der Wahl machen was sie wollen.

Für sozialistische Demokratie weltweit

Ist es eine Utopie, einen Zusammenschluss sozialistischer Staaten ohne Kapitalismus und Krisen anzustreben? Wir denken, ein Kapitalismus ohne Krisen, Kriege, Armut und Reichtum ist die Utopie. Deswegen kämpfen wir für eine sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft.

09. Dezember 2008

AKTIV WERDEN GEGEN KAPITALISMUS!

Coca-Cola bedeutet Ausbeutung-
Aktiv werden gegen Kapitalismus!


The best side of life?
The worst side of human rights!



Was?
Wie jedes Jahr macht Coca-Cola zur Adventszeit Werbung, in der die Cola als Teil von Weihnachten verkauft wird. Wir sollen den Konzern mit Werten wie Familie, Schenken, Nächstenliebe und Besinnlichkeit verbinden.

In Wahrheit interessiert es sie jedoch nur möglichst viele Cola-Flaschen zu verkaufen und dabei möglichst viel Profit zu machen. Der Coca Cola-Weihnachtsmann zeigt heute (Mittwoch, den 10.12. um 18 Uhr beim Tibarg-Center, U-Bahn Niendorf-Markt) sein wahres Gesicht, indem wir symbolisch GewerkschafterInnen vor dem Coca-Cola-Truck erschießen lassen.


Warum?
Coca Cola hat Dreck am Stecken, in diesem Text können wir zumindest ein paar Beispiele nennen:

Kolumbien:
1992 verkündete der Coca-Cola Geschäftsführer in Bucaramanga, J. G. Castro, dass fortan jeder gewerkschaftliche Eingriff als ein Akt des Terrorismus angesehen werden würde. Paramilitärs wurde erlaubt auf dem Firmengelände Büros zu unterhalten und Todesdrohungen gegen GewerkschafterInnen auszusprechen. Zur Einschüchterung wird entführt und gefoltert, es kam zur Ermordung von 9 GewerkschafterInnen der SINALTRAINAL (Lebensmittel-Gewerkschaft). SINALTRAINAL wehrt sich gegen befristete Anstellungen mit 12-14 Stunden Schichten täglich ohne Anspruch auf Krankenversicherung.

USA: 2001 wurde der Konzern in den USA aufgrund der Diskriminierung afroamerikanischer ArbeiterInnen zur Zahlung von 192,5 Millionen Dollar verurteilt.

Indien: Um seine Abfüllanlagen zu betreiben verursachte der Konzern durch intensive Grundwassernutzung immense Umweltschäden: Der Grundwasserspiegel sank von 40m auf 150m.

Mexico: Bei mehreren Unfällen entweichte Ammoniak aus den Fabriken und vergiftete die Anwohner. 1998 verweigerte die Coca-Cola-Company Umweltschutzauflagen umzusetzen.

Lobbyarbeit vs. Weltgesundheitsorganisation (WHO):
Coca-Cola ist gesundheitsschädlich. Zum Beispiel ist Koffein auch in kleinen Mengen gefährlich für Kinder und der hohe Zuckeranteil erhöht das Diabetis-Risiko. Um zu verhindern, dass die WHO 2003 eine Broschüre heraus gibt, die darüber aufklären soll wie viel Zucker der Mensch zu sich nehmen darf, setzten Coca Cola und andere Lebensmittelriesen den US-Kongress unter Druck, Zuschüsse für die WHO zu streichen.

Zu dieser Aufzählung kommen zahlreiche Verbrechen in den Zulieferbetrieben der Company. So etwa Kinderarbeit auf Zuckerrohrplantagen in El Salvador.


Was tun?
Wir denken, dass der Coca Cola Konzern keine Ausnahme ist. Da gibt es noch viele andere, die sich vergleichbarer Geschäftspraktiken bedienen, wie Bacardi, Nestle, Nike, Bayer und Siemens oder Bahlsen.

Wir fordern und erkämpfen gewerkschaftlicher Rechte um gegen Ausbeutung und Kapitalismus vorzugehen: Statt Produktion für den Profit – Planung der Produktion nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur. Für eine sozialistische Welt.


Coca Cola, Nestle und Siemens - Welche Macht haben Konzerne?
Sind Boykott-Aufrufe sinnvoll um gegen sie vorzugehen?
Steckt der Fehler im kapitalistischen System?

Das wollen wir mit euch diskutieren.
Am 18.12.08 um 19 Uhr im Büro der Linken, Kreuzweg 7.

12. November 2008

Jugend Muckt auf - Bundesweiter Schulstreik


Politisches Schule schwänzen

Büchergeld, Studiengebühren, Abi in 12 Jahren... und am Ende dann doch Hartz IV oder Generation Praktikum? Es reicht! Wir lassen uns nicht mehr verarschen.

Am 12. November des letzten Jahres haben bundesweit Schülerinnen und Schüler gestreikt. Damit wehrten sie sich gegen die zunehmende Verschlechterung der Lernbedingungen in ihren Schulen, den gesteigerten Leistungsdruck und die gleichzeitig trüben Zukunftsaussichetn. Gegen zu große Klassen, zu wenig und dabei völlig überlastete LehrerInnen und die ständig steigenden finanziellen Kosten von Bildung, die sie ertragen müssen.

Trotz der, von einigen demokratiefeindlichen Schulleitungen ausgesprochenen, Verbote, versammelten sich auch in Hamburg überwältigende 10.000 SchülerInnen in der Hamburger City und präsentierten der Mönckebergstraße eine Demo, die in Lautstärke, Begeisterung und Vielfalt bestimmt noch lange ihresgleichen suchen wird.

Mit Parolen wie: "Reiche Eltern gesucht" oder radikaler: "Bildungsblockaden einreißen!" forderten sie u.a. eine kostenlose Bildung für alle, die Rücknahme der Schulzeitverkürzung, demokratische Schulen und die Auflösung des dreigliedrigen Systems. Doch die Inhalte interessierten die Öffentlichkeit kaum. Die wurden schnell unter Unterwanderung durch linksextreme oder wahlweise auch ideologisch sozialistische "Gruppierungen" abgestempelt.

Mit aller Kraft so schien es, wurde zu verhindern versucht, die bildungspolitischen Fragen dorthin zu tragen wo sie hingehören: Nämlich in eine gesamtgesellschaftliche Diskussion. Nicht dass noch jemand auf die Idee käme, eine Brücke zu schlagen zwischn hier und den Aufständen Jugendlicher wie in Griechenland


Es geht um mehr.

Tatsächlich kann der Protest nicht in den Schulen stehenbleiben! Die Proteste von Schülerinnen und Schülern, ebenso wie die von den Boykotteuren der Studiengebühren müssen in Zusammenhang gebracht werden mit denen anderer europäischer Jugendbewegungen.

Denn was uns verbindet und all unserer Kritik zugrunde liegt ist die Ablehnung eines Systems, in dem der Einzelne Spielball wirtschaftlicher Interessen ist, die mit dem Gemeinwohl wenig zu tun haben.
Indem wir uns der Schule, wie sie heute aussieht verweigern, verweigern wir uns auch einer Politik, die sich ausschließlich den Gesetzen eines Marktes unterwirft in dem wir Menschen nichts weiter sind als "Humankapital", das wie Material dort eingesetzt oder auch wieder ausgesetzt wird wo es einigen wenigen die meisten Profite einbringt. Kein Wunder, dass viele junge Menschen keinen Sinn darin sehen, alle vier Jahre zur Wahlurne zu laufen, wenn die Politiker ihrer Verantwortung für eine gerechte und solidarische Verteilung des Wohlstands nicht gerecht werden wollen.
Denn genau das tun sie, wenn sie Lehrpläne Wirtschaftsinteressen unterwerfen und kaum Freiheit für individuelle Entfaltung gewähren; wenn sie uns mit Zentralabitur, abstempelnder Bewertung durch Noten und keinerlei demokratischer Mitbestimmung, schon früh für den Konkurrenzkampf trainieren, der uns in der Arbeitswelt erwarten wird und mit einem Schulsystem, das uns von Anfang an trennt und unseren Platz in der Gesellschaft vorschreibt.

Was ist das für ein Leben?! In was für eine Gesellschaft werden wir da "hineingeschult"?
Sollten nicht alle den gleichen Zugang zu Bildung bekommen, unabhängig ihrer sozialen Herkunft? Wäre es nicht schön, wenn Bildung eine geistige Bereicherung, eine Schatzruhe von Ideen wäre und solltenvon diesen Ideen nicht keiner ausgeschlossen werden? Findet Bildung nicht auch außerhalb der Schule statt, in Form von Hobbies, dem Austausch mit anderen oder ausreichender Ruhe für die Wahrnehmung unserer Umwelt?

All das sind Fragen, die es zu diskutieren gilt. Und wer wenn nicht wir Jugendlichen selber sollten das tun und unsere daraus resultierenden Forderungen an die Allgemeinheit tragen.

Darum: Lasst euch nicht spalten, lasst euch nicht hetzen, lasst euch nicht für blöd verkaufen! Sondern kommt runter vom Sofa und schließt euch in diesem Jahr den bundesweiten Bildungsprotesten vom 15. bis 19. Juni an!

Gerade aus Wandsbek schafften es im letzten Jahr wenig SchülerInnen auf die Großdemo in die Stadt. Das kann in diesem Jahr anders werden!

Es geht auch um deine Zukunft!