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*Was tun in Hamburg gegen Krieg und deutschen Militarismus?*

Es gibt viele Wege, dem eigenen Protest gegen diese Kriege, die zerstörerische Gewalt, das Leid und die Profitinteressen der KapitalistInnen und PolitikerInnen Ausdruck zu verleihen.

Der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid] macht im Rahmen einer mehrmonatigen Antimilitarismuskampagne unter dem Motto „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!” eine sechsteilige Veranstaltungsreihe, um über die Hintergründe und Motive kapitalistischer Kriege in der Gegenwart zu informieren und zu diskutieren. Von Februar bis Juli werden verschiedene ExpertInnen in Hamburg darüber berichten, wie die Bundeswehr sich entwickelt hat, warum und wo die NATO heute Auslandseinsätze macht, wieso man keinen Kriegsdienst leisten soll usw.

Für eine antimilitaristische Praxis bieten sich in Hamburg vor allem zwei Ansatzpunkte: die Rüstungsindustrie und die Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr. Wir wollen Widerstand gegen die Kriegsprofiteure und ihre staatliche Förderung sowie Protest gegen den militärischen Zwangsdienst und die zunehmende Anwerbung und Rekrutierung junger Menschen an Schulen, bei Konferenzen usw. organisieren. Der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid] lehnt die deutsche Rüstungspolitik, die Profitmacherei mit Waffen der Hamburger Wirtschaft sowie den Kriegsdienst für junge Erwachsene grundsätzlich ab. Die Bundeswehr hat an Schulen nichts zu suchen.

Mit Infotischen, Flyeraktionen vor Schulen, Diskussionen mit SchülerInnen und Kundgebungen wollen wir zusätzlich zu den Informations- und Diskussionsveranstaltungen auf die Verstrickungen der Hamburger Kriegskonzerne in das weltweite Morden aufmerksam machen. Wir wollen zeigen, dass die Jugendlichen in dieser Stadt nicht damit einverstanden sind, Menschen und Natur auszurotten, nur um Geld zu machen. Zum Abschluss unserer Kampagne wird die Linksjugend ['solid] Hamburg an den Protesten gegen das Bundeswehrgelöbnis in Berlin im nächsten Sommer teilnehmen. Wir möchten der Bundeswehr und der Regierung zu verstehen geben, dass wir kein unkritisches obrigkeitshöriges Kanonenfutter und gut funktionierendes Zahnrad in ihrer Kriegsmaschine sein wollen.

Alle Aktionen werden rechtzeitig auf unseren Flyern und im Internet angekündigt. Beteiligt euch, bringt eure FreundInnen mit und kommt zahlreich!

 

*Gelöbnis in Berlin im Sommer 2010*

Gelöbnisse sind häufig feierliche und öffentliche Zeremonien zur Vereidigung von BundeswehrsoldatInnen, bei denen die SoldatInnen ihre Treue zur Bundesrepublik schwören. Die bittere Realität ist, dass dieser Schwur das Morden für die Interessen des deutschen Kapitals und der deutschen Politik beinhaltet. Der Bundeswehr dienen solche Auftritte dazu, ihr Selbstbild, legitimer und wichtiger Teil der deutschen Demokratie zu sein, in der Gesellschaft zu verankern.

Das größte Gelöbnis findet jeden Sommer in Berlin statt. Im vergangenen Jahr haben dort unter anderem der Bundesverteidigungsminister und die Bundeskanzlerin gesprochen, um das mörderische Treiben der Bundeswehr überall auf der Welt zu loben und zu unterstützen.

Wir, der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid], fordern ein Ende aller Gelöbnisse in Deutschland und die Auflösung der Bundeswehr.

Daher tragen wir unseren Protest gegen die neoimperialistische Kriege zum Abschluss unserer Kampagne „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!” in die Hauptstadt und unterstützen die antimilitaristischen Proteste gegen das Gelöbnis in Berlin.

Meldet euch bei uns für die Mitreise an und lasst uns das Gelöbnis stören und verhindern!

*Bekämpft die Hamburger Kriegsindustrie und die Bundeswehr!*

*Stört und verhindert das Bundeswehrgelöbnis in Berlin im Sommer 2010!*