Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Linken (Kreuzweg 7)
Basisgruppe Altona/St. Pauli:
Jeden 1. Donnerstag. 19:00, Am Felde 2
Basisgruppe Wilhelmsburg:
Jeden 2. und 4. Montag, 20:00, Georg-Wilhelm-Str. 7a
Basisgruppe Bergedorf: Jeden 1. und 3. Donnerstag, 19:00, Bergedorfer Str. 131
Komm zu unseren Treffen oder schreibe an: info@linksjugend-solid-hamburg.de
Pressekontakt: 01577/8271728 (Christin Bernhold)
Keine Artikel in dieser Ansicht.




Die abschließende Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!“ mit dem Titel 'Militarisierung der EU-Außenpolitik und NATO-Kriegspolitik – Transformationen und Kontinuitäten' am 12.7.2010 im Bürgerhaus Wilhelmsburg war gut besucht. Der Referent Jürgen Wagner von der IMI stellte in seinem etwa einstündigen Vortrag dezidiert an Beispielen belegt vor, welche strategischen und militärischen Mittel NATO und EU in ihrer Neuausrichtung präferieren und wie diese eingesetzt werden. Zusätzlich legte er den Wandel des Verhältnisses von NATO und EU zueinander dar und offerierte in der abschließenden Einschätzung Motive für Handlungsperspektiven einer antimilitaristischen Linken mit dem Ziel des Erstarkens der Friedensbewegung über das Aufzeigen der Verknüpfung mit anderen gesellschaftlichen Konflikten.
Die fünfte Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe 'Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!' fand am 23.6.2010 mit Tobias Pflüger als Referent unter dem Titel 'Die Transformation der Bundeswehr und die Militarisierung der deutschen Außenpolitik' in einem Hörsaal der Universität Hamburg statt. Trotz des zeitgleich laufenden entscheidenden Spiels der Vorrunde der Fußball-WM Deutschland-Ghana wuchs das Auditorium auf die erfreulich große Anzahl von 40 Menschen an.
Als Aufhänger zum Einstieg kam der Referent kurz auf den Zusammenhang zwischen dem Rücktritt des Bundespräsidenten Köhler und der Zunehmenden Bedeutung des Einsatzes der Bundeswehr zur Absicherung von ökonomischen Interessen, beispielsweise mittels Gewährleistung sicherer Transportrouten vor Somalia, zu sprechen.
Um die Privatisierung der Versorgungsnetze für Strom, Gas und Fernwärme rückgängig zu machen wurde eine Volksinitiative gestartet, die die Kündigung der Verträge mit den derzeitigen Netzbetreibern, den (Atom- und Kohle-) Stromkonzernen Vattenfall und Eon, und die Übernahme der Netze durch die Stadt Hamburg ab 2015 erreichen soll. Die Linksjugend ['solid] Hamburg unterstützt diese Kampagne und lehnt Privatisierungen generell ab.
Weitere Informationen und Unterschriftenlisten gibt es bei der Volksinitiative.
Eine Antikritik der Positionen des BAK „Shalom“ der Linksjugend ['solid] zur Free-Gaza-
Flottille
Stellungnahme Der LINKEN NRW zum Abstimmungsverhalten einiger Abgeordneter der Linksfraktion zum Bundeswehreinsatz im Sudan
25 Fraktionsmitglieder der LINKEN im Bundestag enthielten sich am Donnerstag in einer namentlichen Abstimmung im Bundestag zur Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Sudan.
„Wir missbilligen es aufs Schärfste, dass sich unsere Abgeordneten, darunter der aus NRW stammende Paul Schäfer, damit explizit gegen die Beschlusslage der Partei stellen“, heißt es in einer vom geschäftsführenden Landesvorstand einstimmig verfassten Protestnote an die eigene Bundestagsfraktion.
„DIE LINKE als Antikriegspartei lehnt alle Einsätze der Bundeswehr im In- und Ausland kategorisch ab. Dies hat sie auf ihrem Cottbuser Parteitag beschlossen. Auch in ihren programmatischen Eckpunkten hat sich DIE LINKE ausdrücklich gegen Kapitel 7 mandatierte Einsätze der UNO ausgesprochen. Im Bundestagswahlprogramm sowie im Entwurf für ein Parteiprogramm ist diese Position enthalten.“
DIE LINKE.NRW fordert die Fraktionsmitglieder, die sich enthalten haben, zur Umkehr auf und auf den Boden der Parteibeschlüsse zurückzukehren.
Eingänge werden von Polizisten gesichert. Kläffende Polizeihunde halten die Menge zurück. Auch im Gebäude findet eine Verfolgungsjagd mit Hunden statt. Einige Personen werden durch Pfefferspray und Handgreiflichkeiten der Polizisten verletzt. Viele sind eingeschüchtert. Einige Gruppen werden in den Räumen eingeschlossen.
Nein, das ist kein Bericht von einem Gefängnisaufstand, sondern vom Schulstreik in Glinde. Nach der Demonstration hatte sich die Polizei das Ziel gesetzt Schüler daran zu hindern wieder die Schule (Gymnasium Glinde) zu betreten. Nur unter dem Einsatz von Pfefferspray, Polizeihunden und körperlicher Gewalt konnte dieser Ausnahmezustand gegen die Schüler (auch gegen die, welche nicht am Schulstreik teilgenommen hatten) durchgesetzt werden. Eine tolle Antwort auf den Protest von Schülern für bessere Bildung! Dieser polizeiliche Amoklauf gegen demokratische Grundrechte an dieser Schule ist ein Grund mehr den Protest für eine kostenlose und selbstbestimmte Bildung fortzusetzen.
Von Andreas
Am Freitag, den 11. Juni fand in Glinde (SH) ein Bildungsstreik mit einer Beteiligung von ca. 300 Schülern statt, um auf die miserablen Verhältnisse im Schulsystem aufmerksam zu machen. Schüler, die nach der Demonstration in ihre Schule (Schulzentrum Glinde) zurückkehren wollten, wurden durch die Polizei unter Einsatz von Hundestaffeln, Pfefferspray und Schlagstöcken daran gehindert.
Es kam zu folgenden gewalttätigen Übergriffen:
Eine Schülerin der achten Klasse wurde von der Polizei im Schulgebäude auf den Boden gezerrt und als sie auf dem Boden lag getreten.
Gegen einen dreizehnjährigen Schüler wurde Pfefferspray eingesetzt.
Ein Schüler aus der neunten Klasse wurde brutal gegen die Wand gedrückt, an den Haaren gerissen und sein Kopf wurde auf schmerzhafte Weise verdreht.
Eine dreizehnjährige Schülerin wurde gegen die Wand geschubst und geschlagen.
Ein achtzehnjähriger Schüler wurde von Polizeihunden angegriffen.
Zwei Schüler wurden in Gewahrsam genommen.
Zahlreichen Schülern wurde mit dem Einsatz von Elektroschockern, Pfefferspray, Polizeihunden und Knüppeln gedroht. Darüber hinaus wurden mehrere Schüler in ihren Klassenräumen eingeschlossen. Einigen Schülern droht der Schulverweis. Die Namen der Opfer und die Namen einiger beteiligter Beamter sind uns bekannt. Außerdem liegt Foto- und Videomaterial von einigen Übergriffen vor.
Die Übergriffe der Polizei waren in keinster Weise provoziert, die Beamten handelten völlig willkürlich.
Dazu erklärt Luca von der Bildungsstreikkoordination Glinde: „Der willkürliche Einsatz von Pfefferspray, Polizeihunden und körperlicher Gewalt gegen SchülerInnen war völlig unverhältnismäßig. Es ist unser gutes Recht für bessere Bildung auf die Straße zu gehen. Während Millionen für den neuen Marktplatz ausgegeben wurden, fehlt es angeblich an Geld für unsere Schulen. Anstatt diesen Protest anzuerkennen, werden wir wie Verbrecher behandelt. Das ist ein Skandal und die Verantwortlichen für diesen Einsatz müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Trotz dieser Übergriffe zieht die Bildungsstreikkoordination eine positive Bilanz. Die SchülerInnen haben trotz der massiven Einschüchterungsversuche für eine bessere Bildung demonstriert. Der Protest wird solange fortgesetzt, bis ihre Forderungen ernst genommen werden.
Schulstreik war ein klares Signal: „Wir wollen mehr !“
Am Donnerstag den 3.Juni sind rund 4.500 Schüler, Studierende und Azubis gemeinsam auf die Straße gegangen, um ihren Protest gegen das elitäre Anliegen der Scheuerl-Initiative zu demonstrieren. Vereint hat uns die Überzeugung, dass wir dringend eine grundlegende Veränderung des Bildungssystems brauchen. Die Intention der Scheurl-Initiative, diese Reformversuche mit viel Geld, Fehlinformationen und juristischen Tricks zu verhindern, wurden von den Demonstranten klar zurück gewiesen.
Mit dem „Wir wollen mehr“-Block hat sich der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid] gemeinsam mit anderen linken Jugendgruppen an der Demonstration beteiligt. Damit wollten wir zeigen: Die Reform ist ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung, der aber völlig unzureichend bleibt. Kein Wunder, denn die Forderungen der Schüler, die in mehreren Bildungsstreiks artikuliert wurden, wurden kaum berücksichtigt.
Dazu Linda Fischer, Sprecherin des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid] : „Wir halten es für vollkommen verfehlt nur von dieser einen möglichen Reform zu sprechen und dann auch noch unsere weitreichenderen Forderungen und Proteste zu stigmatisieren, wie jüngst in der Springer-Presse geschehen. Es ist längst an der Zeit, die überholten Strukturen im Bildungsbereich zu verbessern. Dafür sind wir schon bei mehreren Bildungsstreiks auf die Straße gegangen. Wir weisen die Versuche der Scheurl-Initiative, die geplante Reform zu behindern, klar zurück. Aber wir
wollen mehr als diese halbherzige Reform. Wir brauchen mindestens eine Schule für alle, kostenlose Bildung von der Kita bis zur Uni und wirklich demokratische Schulen! Wir treten ein für eine Veränderung des Bildungssystem, die diesen Namen auch verdient.“
In anderen Bereichen, wie zum Beispiel im Ausbildungssektor, ist auch ein Politikwechsel notwendig. Es gibt allein in Hamburg Hunderte Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildung. Durch die Wirtschaftskrise und den Doppelten Jahrgang wird diese Situation noch verschärft. „Während Milliarden für Bankenrettungspakete oder die Hamburger Elbphilharmonie ausgegeben werden, ist angeblich kein Geld für Bildung da. An den Börsen wird schon wieder mit Milliarden gespielt, während Tausende Jugendliche ohne Arbeit und Ausbildung als Opfer der Krise auf der Straße stehen. Nichts anderes sind wir vom Kapitalismus gewohnt, in dem Profite mehr zählen als Menschenleben. Deswegen kämpfen wir für eine sozialistische Gesellschaft, in der Bildung und Reichtum allen zur Verfügung stehen“, so Linda Fischer.
Die Elite-Initiative „Wir wollen lernen“ propagiert mit dem Volksentscheid die Beibehaltung der Grundschule mit 4 Jahren und steht für Elitebildung in ihrem Klasseninteresse. Als Linksjugend ['solid] bekämpfen wir diese Initiative natürlich und fordern dazu auf bei deren Volksentscheid mit NEIN zu stimmen. Insbesondere die Demonstration am 3.6. ist ein wichtiger Aktionspunkt, für den wir mit voller Kraft mobilisieren werden.
Wir haben uns aber gegen eine Beteiligung am Aktionsbündnis „Chancen für Alle – Allianz für Bildung“ entschieden. Nun könnte uns vorgeworfen werden, dass wir damit nicht die nötige „Einheit demonstrieren“. Aber für Linke stellt sich immer die Frage: Einheit mit wem, für was und zu welchem Preis? Das Bündnis besteht auch im Jugendbereich unter anderem aus SPD und Grünen (im „Erwachsenenbündnis“ zusätzlich noch der CDU), also den Parteien die sich durch Bildungs- und Sozialabbau auszeichnen. Auf den Plakaten, die vom Bündnis in Schulen aufgehängt werden sollen, steht deshalb natürlich nicht, dass neben der 6-jährigen Primarschule, beschlossen wurde 259 LehrerInnenstellen zu streichen, Kita- und Essensgebühren in Kitas zu erhöhen, dass Studiengebühren unterstützt werden, dass trotz doppeltem Jahrgang und den dadurch verschärften Ausbildungs- und Studienplatzmangel fast kein Mehrangebot geschaffen wird, dass wir für die Krise zahlen sollen, während die Verursacher Milliarden erhalten usw. Auch die Schulreform selbst hat das Ziel eine Art Zwei-Klassen-Abitur mit der Stadtteilschule für (nach eigenen Website-Angaben) das "Mittelfeld", und den Gymnasien für die "leistungsstarken Spitzen" zu etablieren.
Diese Bildungs- und Sozialabbauparteien können keine Bündnispartner sein. Die Teilnahme an solchen Bündnissen schürt einerseits Illusionen in die Regierung und macht uns andererseits unglaubwürdig. Stattdessen sollten wir mit eigenem Material und bei eigener Mobilisierung zur Demo betonen, dass längeres gemeinsames Lernen gut ist, wir aber für wirklich gute Bildung und Chancengleichheit viel mehr brauchen. Es reicht nicht aus zu betonen, dass man sich im Punkt der Primarschule einig sei, dieser kann nicht abgetrennt von den Kürzungen und jahrelangen Verschlechterungen im Bildungsbereich betrachtet werden. Grüne, SPD, CDU handeln nicht in unserem, sondern im Interesse der Banken und Konzerne.
Selbst Gesine Lötsch betonte auf dem Hamburger Parteitag am 17.4., dass wir immer erkennbar sein, und eigene klare Forderungen aufstellen, müssen. Leider ist diese Eigenständigkeit auf den Plakaten der LINKEN zur Schulreform nicht erkennbar. Sie titeln: „Die LINKE ist für die 6-jährige Primarschule, weil sie eine neue Lernkultur ermöglicht, weil sie besser für Familien und Kinder ist, weil sie gerechter und moderner ist, weil sie die bessere Schule ist.“
Die Demonstration und der Schülerstreik am 3.6. sollte aber für mehr stehen als nur für die 6-jährige Primarschule. Das Schulstreikbündnis überlegt z.B. auch zu dem Termin zu mobilisieren. Ihre Forderungen, wie „kostenlose Bildung, Weg mit G8, Eine Schule für Alle“ übersteigen die Reformplanungen deutlich bzw. widersprechen größtenteils der aktuellen Bildungspolitik. Auch weil wir als Linksjugend ['solid] in den letzten Jahren die Schulstreikbewegung mit aufgebaut haben, sollten wir uns an diesen Forderungen orientieren. Solidarität und Zusammenarbeit schulden wir den SchülerInnen, StudierendInnen etc. die den Widerstand in den letzten Jahren auf die Straße gebracht haben, nicht den bürgerlichen Parteien.
Zusätzlich ist die bundesweite Bildungsstreikwoche für die drauffolgende Woche geplant, Protest gegen die Kitagebührenerhöhung wird laut, und die Demonstrationen der „Wir zahlen nicht für eure Krise-Bündnisse“ stehen am 12.6. an. Die Akteure dieser Bewegungen sollten unsere Bündnispartner sein. Mit einem großen lautstarken Block am 3.6. unter dem Motto: „Längeres gemeinsames Lernen ist gut, wie brauchen mehr: gemeinsam für gute Bildung, Ausbildung und Arbeit“ wollen wir von Linksjugend ['solid] einen bewegten Sommer einleiten, damit es nicht nur bei einem quasi von oben „verordneten“ Schulstreik bleibt.
Linda Fischer (LandessprecherInnenratsmitglied Linksjugend ['solid] HH)

Im deutschen Schulsystem ist Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängig.
Durch die Selektierung nach schon 4 Jahren werden SchülerInnen aus sogenannten „bildungsfernen Familien“, das heißt in der Regel Kinder von ArbeiterInnen, Arbeitslosen oder MigrantInnen, die sich keinen Nachhilfeunterricht leisten oder ihre Eltern fragen können, systematisch aufs Abstellgleis der Hauptschulen entsorgt.
Chancengleichheit besteht nur auf dem Papier, in der Realität sind die Gymnasien hauptsächlich der Ober- und gut situierten Mittelschicht vorbehalten.
Die Scheuerl Initiative („Wir wollen lernen“) will dieses System um jeden Preis schützen.
Kein Wunder wenn man weiß, wer hinter dieser Initiative steht. Es sind Privilegierte, die verhindern wollen, dass ihre Kinder mit Arbeiterkindern in Berührung kommen. Das derzeitige Schulsystem garantiert ihnen, dass sie auch zukünftig die Bildungselite darstellen und sorgt dafür, dass die Reichen oben alleine bleiben.
Die Schulreform des Hamburger Senats ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Längeres gemeinsames Lernen ist pädagogisch unumstritten sinnvoll.
Doch die Einführung der Stadtteilschule schafft auch ein 2-Klassen Abitur nach dem Motto „die Stadtteilschule für das Mittelfeld, das Gymnasium für die Leistungsstarken“ - die Selektion in „Elite“ und „Rest“ wird lediglich um zwei Jahre verschoben.
Uns gehen die Forderungen der Schulreform lange nicht weit genug. Wir wollen ein anderes Bildungssystem, wie es Hunderttausende auf den Bildungsstreiks 2008 und 2009 gefordert haben.
Wir wollen mehr!
Das Schulsystem muss grundlegend verändert werden. Die Schulreform kratzt nur oberflächlich an seinen Mängeln. Daher fordern wir:
Kostenlose Bildung:
JedeR muss die gleichen Bildungschancen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, haben. Studien-, Kita- und andere Gebühren gehören abgeschafft.
Eine Schule für alle:
Das elitenfördernde Klassensystem der Schulformen muss aus der Bildung verschwinden. Jeder hat das Recht auf einen Abschluss der auch etwas wert ist, und niemand darf sich bessere Qualifikationen erkaufen können.
Demokratische Entscheidungen über den Lehrplan:
Wurdest du gefragt, was du an deiner Schule ändern möchtest? Kannst du darüber mitentscheiden, wie die Schulreform aussieht, oder ob sie durchgesetzt wird? Dass wir, die unmittelbar von diesen Entscheidungen betroffen sind, nicht an diesen teilhaben dürfen ist absurd. Die Schulen müssen demokratisch werden. Schüler und Lehrer sollten gemeinsam entwickeln, wie der Unterricht aussieht und was und wie unterrichtet wird.
Ausbildungsplätze und Studienplätze für Alle!
Darum geh am 3.6. gegen Scheuerl auf die Straße und verhindere, dass die Schule weiterhin als Sortiermaschine dient. Der Treffpunkt für den Streik ist 10:00 Besenbinderhof (hinter dem ZOB).
Mach aber auch deutlich, dass dir die Schulreform nicht weit genug geht und schließe dich unserem Wir wollen mehr – Block an ( beim großen „Wir-wollen-mehr!“-Transparent)
Am 11. Mai 2010 fand unsere Veranstaltung „Der Fall Afghanistan. Deutsche Interessen am Hindukusch. Oder: Krieg am Hindukusch im 9. Jahr – Gibt es eine Chance auf Frieden?“ mit Lühr Henken (Mitglied des Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. und der Informationsstelle Militarisierung e.V.) im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt. Es war die vierte von isgesamt sechs Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!“des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid]. Die Veranstaltungsreihe ist Teil einer gleichnamigen Antimilitarismuskampagne (weitere Informationen unter www.antimilitarismus.de.vu).
Lühr Henken hat einen sehr gut recherchierten und interessanten Vortrag über die Hintergründe sowie über geschichtliche und aktuelle Entwicklungen des Krieges in Afghanistan gehalten.
– Bericht zur Veranstaltung Judentum und Zionismus mit Dr. Rolf Verleger
Am 7. April 2010 fanden sich zur Veranstaltung Judentum und Zionismus mit dem Lübecker Arzt und Vorsitzenden der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost (http://www.juedische-stimme.de/) Dr. Rolf Verleger im Bürgerhaus Wilhelmsburg trotz des guten Frühlingswetters und der „natürlichen“ Elbgrenze über 40 Gäste ein. Es war die dritte von insgesamt sechs Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!“, die die gleichnamige Antimilitarismuskampagne des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid] (www.antimilitarismus.de.vu) inhaltlich begleitet.
Der 3.Bundeskongress (BuKo) der Linksjugend ['solid] vom 26.-28.10.2010
in Frankfurt am Main war aus antimilitaristischer Perspektive ein
Fortschritt, aber noch lange nicht zufriedenstellend. Zahlreiche
Probleme des Verbands blieben leider ungelöst. Konfliktbeladene und
politisch strittige Anträge wurden ausgespart.
hier weiterlesen
Die zweite Veranstaltung zum Thema "Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr" der insgesamt sechsteiligen Veranstaltungsreihe mit dem geladenen Referenten Detlef Mielke von der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) am vergangenen Montag in Hamburg Altona war gut besucht.
25 Gäste folgten seinen ausführlichen Darstellungen, wie die Bundeswehr gezielt auf die Suche nach neuen Arbeitskräften, d.h. SoldatInnen, geht und wie sie versucht, sich dazu möglichst attraktiv für die junge Klientel darzustellen. Dabei ist auffällig, dass die Bundeswehr zwar auch im Trend aller westlichen Armeen liegt und gezielt die Arbeitslosigkeit jugendlicher Menschen einsetzt, um sie zu ködern. In der Diskussion nach dem Vortrag, wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass es auch diesem Grund nötig sei, sozial-, arbeits- und wirtschaftspolitische Forderungen zu stellen und für ihre Umsetzung zu kämpfen, damit junge Menschen eine andere Berufs- und Lebensperspektive erhalten. Insbesondere legt die Bundeswehr aber ihr Hauptaugenmerk auf Jugendliche, die bereits eine Ausbildung, vor allem in technischen Berufen, oder Studium abgeschlossen haben. Ihnen will die Bundeswehr eine "Karriere" in einem modernen Unternehmen bieten -- Krieg, Mord im Interesse des Profits als Arbeitsplatzbeschreibung.

Kundgebung gegen die "Internationale Musikparade 2010 -- Militär und
Blasmusik"
Am Samstag, den 13.03.2010 hat der Landesverband Hamburg der Linksjugend
['solid] zusammen mit anderen antimlitaristischen Gruppen und ca. 80
UnterstützerInnen am Hamburger S-Bahnhof Stellingen gegen die
"Internationale Musikparade 2010 - Militär- und Blasmusik" protestiert,
die am selben Tag ab 15 Uhr in der Color Line Arena stattfand.
Wir haben mit Flyern, mehreren Infotischen und Transparenten sowie mit
Redebeiträgen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei der Parade
keinesfalls um eine ganz normale Musikveranstaltung handelt, sondern
dass kriegführende Armeen ein kulturelles Event dazu nutzen, Militärs
gesellschaftliche Akzeptanz zu verschaffen.

Im Zeitschriftenregal findet sich neben Spiegel, Stern oder Focus ein neues Magazin: „Zuerst!“. Auf den ersten Blick ist kein Unterschied zu erkennen. Schlagzeilen wie „Linke Gewalt“ oder „Schutzschild für Europa“ sind auch im bürgerlichen Mainstream nicht ungewöhnlich. Spätestens wenn der CDU-Generalsekretär als „linker Streetworker“ bezeichnet wird, sollte der politische Standort dieser Zeitschrift jedoch klar sein: am rechten Rand. Daher überrascht es nicht, dass sich die Artikel um die drei Lieblingsthemen rechtsradikaler Ideologie drehen: Rassismus, Geschichtsverfälschung und Anti-Kommunismus. Zeit für einen Blick in die Abgründe am rechten Rand hinter der Fassade von bunten Bildern.
Von Andreas
Distanzierungserklärung des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid] vom Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom und anderen Verbandsgliederungen der Linksjugend ['solid] in der Causa Norman G. Finkelstein
Wir als Mitglieder des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid], eines linken und friedenspolitisch orientierten Jugendverbandes, sehen es als unsere Pflicht an, uns sowohl von den Unterstellungen, Behauptungen und Verleumdungen als auch vom Vorgehen des BAK Shalom und anderer Verbandsgliederungen der Linksjugend ['solid] im Rahmen der Mobilisierung gegen die geplante Veranstaltung "1 Jahr nach dem Überfall der israelischen Armee auf Gaza -- die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung" mit Norman G. Finkelstein zu distanzieren.
Die propagandistische Mobilmachung -- der BAK Shalom entblödete sich nicht, den Vorwurf des Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus grundlos zu instrumentalisieren und inflationär zu gebrauchen -- und die organisierte Kundgebung gegen die Veranstaltung sind völlig inakzeptabel. Auch die implizite Unterstellung, die Veranstaltung würde unausgewogen und unsachlich verlaufen, ist anmaßend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Bellizisten wie Stephan Grigat und Thomas von der Osten-Sacken bei der Sommerakademie der Rosa-Luxemburg Stiftung 2009 gern gesehen waren.
Am 27.2.2010 hat ein Bündnis verschiedener Jugendgruppen gegen die Rekrutierungsversuche der Bundeswehr bei der Jobmesse „Einstieg – Hamburgs Messe für Berufsausbildung und Studium“ in den Hamburger Messehallen lautstark protestiert. Mit Flyern, Transparenten und Parolen wie „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“ oder „Nur Banken und Konzerne sehen Kriegseinsätze gerne!“ machten die AktivistInnen deutlich, warum Krieg für Jugendliche keine Berufsperspektive ist.
Die Bundeswehr braucht die Jugendlichen – nicht nur weil kontinuierlich altgediente Soldaten ihren Dienst beenden. Wer Kriege für den Zuwachs deutscher Macht und zur Wahrung ökonomischer Interessen auf der ganzen Welt führen will, wie die Bundesregierungen – inklusive der rot-grünen – es bislang getan haben, braucht das nötige Menschenmaterial – auch um die Toten der Feldzüge zu ersetzen. Das deutsche Militär und seine politische Führung benötigen den gesellschaftlichen Rückhalt der nachwachsenden Generationen, damit weiterhin Ruhe an der Heimatfront herrscht, während die Leben von Millionen Menschen und die Natur durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr, der NATO und der EU systematisch zerstört werden.
Daher geht die Bundeswehr seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit gezielt mit unterschiedlichen Projekten auf Jugendliche zu. Unter anderem werben die sogenannten „Jugendoffiziere“ an Schulen, Universitäten und Arbeitsämtern. Die Rekrutierungstaktiken bleiben aber nicht darauf beschränkt. Mit Internetplattformen, Sport- und Musikwettbewerben und mittlerweile sogar mit Radiobeiträgen und Fernsehspots wird aggressiv um die Hände und Köpfe junger Menschen gerungen. Dabei präsentiert sich die Bundeswehr als völlig normaler „Arbeitgeber“ mit besonders guten Ausbildungs-, Förderungs- und Karrieremöglichkeiten.
Während also zunehmend Jugendliche keinen Arbeitsplatz mehr finden, weil die Konzerne nicht mehr einstellen, und die weiterführenden Bildungsinstitutionen infolge ihrer schleichenden Privatisierung nur noch für Kinder der Eliten zugänglich sind, nutzt die Bundeswehr diese Perspektivlosigkeit schamlos aus. Die Wirtschaftskrise kommt da nur gelegen, denn sie spitzt die aussichtslose Lage der SchulabgängerInnen drastisch zu und erhöht den Druck, trotz berechtigten Einwänden jedes Jobangebot annehmen zu müssen.
„Die Bundeswehr ist kein Arbeitgeber wie jeder Andere und ihr kriegerisches Handwerk keine Berufsperspektive für Jugendliche. Mit öffentlichen Rekrutierungsversuchen ködert das deutsche Militär junge Menschen, um sie zu indoktrinieren und zu Zahnrädern in der Kriegsmaschinerie zu machen“, sagt Christin Bernhold, Sprecherin des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid]. „Die Soldaten haben nichts in den Schulen und bei Messen verloren. Wir lassen uns nicht als nützliche Idioten deutscher Konzerne und deutscher Machtpolitik an den Fronten des 'internationalen Kriegs gegen den Terror' verheizen.“
Weitere Informationen
Antimilitarismuskampagne des Landesverbands Hamburg der Linksjugend ['solid]:www.antimilitarismus.de.vu

- mit David Harvey und Leo Panitch im Kopf gegen die Kriege des Kapitals
Am 15.2.2010 hat im Bürgerhaus Wilhelmsburg die erste von sechs Veranstaltungen im Rahmen der Antimilitarismuskampagne "Mit Kapitalismus ist kein Krieg zu machen!" der Linksjugend ['solid] des Landesverbands Hamburg stattgefunden.
Zu Gast war der Autor und Marx21-Aktivist Klaus Henning (Bild) aus Darmstadt. In Anlehnung an sein Buch "Aufstieg der 'Neocons' -- Politische Intellektuelle in den USA und der 'Neue Imperialismus'" stellte er die zentralen Thesen der marxistischen Imperialismustheoretiker David Harvey (Professor für Wirtschaftsgeographie in New York) und Leo Panitch (Professor für Politikwissenschaften in Toronto) vor.
Beide Theoretiker sehen einen fundamentalen Zusammenhang zwischen den derzeitigen Kriegen in Afghanistan, im Irak und in einem drohenden Irankrieg und der kapitalistischen Produktionsweise.
Während aber Harvey die heutigen Kriege der USA, wie z.B. den Angriff auf den Irak, aus den Überakkumulationskrisen des Kapitalismus bzw. einzelner nationaler Ökonomien in Anschluss an Rosa Luxemburg erklärt, leitet Panitch die militärische Politik der USA aus den Klassencharakter des US-Staates her. In der Tradition Karl Kautskys hält er eine dauerhafte friedliche Koexistenz zwischen den Staaten des nordamerikanischen und des westeuropäischen Kontinents unter der Führung der USA für möglich. Harvey hingegen schließt eine -- auch militärische -- Konfrontation z.B. zwischen der EU und den USA nicht aus. Einig sind sich die Autoren und Klaus Henning darin, dass sich der Widerstand der Linken gegen die neoimperialistischen Kriege und gegen den Kapitalismus richten müssen, wenn man Kriege an der Wurzel beheben möchte. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit den Bewegungen, die gegen diese Kriege in den betroffenen Ländern kämpfen, unerlässlich.
Allerdings bedarf es, wie in der lebhaften Diskussion nach dem Vortrag deutlich wurde, einer starken Friedensbewegung, die sich gegen die Etablierung von neokonservativen Positionen in der Gesellschaft, die sich auch in der Linken nach und nach sedimentieren, zur Wehr setzen muss.
Der vollständige Vortrag von Klaus Henning kann in Kürze auf der Internetseite der Kampagne antimilitarismus.de.vu heruntergeladen werden. Sein Buch kann man am Büchertisch bei der nächsten Veranstaltung "Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr" mit Detlef Mielke von der Deutschen Friedensgesellschaft -- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) am 22.3.2010 im Fraktionsbüro der LINKEN in Altona, Am Felde 2, 22765 Hamburg kaufen.
Weitere Informationen zur Kampagne und zur Veranstaltungsreihe:
antimilitarismus.de.vu
Kampagne der Linksjugend ['solid] Hamburg gegen neoimperialistische Kriege und deutschen Militarismus beginnt im Februar - erste Veranstaltung am 15.2. im Bürgerhaus Wilhelmsburg
Nach dem welthistorischen Einschnitt 1989/90 hat sich die Gesellschaft grundlegend verändert. Der kapitalistische Weltmarkt und die kapitalistische Produktion sind globalisiert worden. Mit ihnen haben sich die Koordinaten des Klassenkampfes geändert und die territorialen sowie politischen Machtansprüche der westlichen Welt mussten neu ausgerichtet werden. Die Sicherheit und die Fortsetzung von Klassenherrschaft und Profitakkumulation für die KapitalistInnen wird nun weltweit nicht nur, aber auch mit Kriegen gewährleistet.
Dafür haben die Bundeswehr, die EU und die NATO im Kern ihre Strategien und Ziele angeglichen und sich Transformationsprozessen in der militärischen Struktur unterzogen. Das Resultat sind kleine flexible Armeen, die an jedem Ort der Welt zu jeder Zeit offensiv eingesetzt werden und Kriege führen können, auch wenn sie gegen geltendes Völker- und Kriegsrecht verstoßen. Die nationalen Armeen bilden für die supranationalen Armeen der EU und der NATO immer noch das militärische Rückgrat und können entgegen der momentan üblichen Strategie multinationaler Militärbündnisse auch zur Not selbständig agieren.
In der Bundesrepublik ist die offene Neuorientierung der Armee auf Angriffskriege ein Novum und Ergebnis des umfassendsten Transformationsprozesses in der Geschichte der deutschen Bundeswehr. Er ist begleitet worden von einem zunehmenden Militarismus, der in alle Poren der Gesellschaft eindringt und die Bundeswehr, ihre Ziele und Mittel akzeptabel macht. Beide Prozesse sind von allen Bundesregierungen – inklusive der rot-grünen – unterstützt und vorangetrieben worden.

Am 13.Februar findet in Dresden einer der größten Naziaufmärsche in Europa statt. Letztes Jahr beteiligten sich rund 7.000 an diesem rechten Grossereigniss. Dieses Jahr soll eine antifaschistische Massenblockade verhindern, dass Tausende Neonazis die Totentrauer für ihre faschistische Ideologie instrumentalisieren. Dabei können wir uns nicht auf den Staat verlassen. Im Gegenteil wurden Büros der Linkspartei durchsucht und Webseiten zensiert, weil zu der antifaschistischen Blockade aufgerufen wurde. Aber wir werden uns davon nicht einschüchtern lassen, sondern trotzdem auf die Straße gehen.
Denn: wo du stehst, kann kein Nazi stehen!
Von Andreas
Infos & Anmeldung:
info@linksjugend-solid-hamburg.de
Aufrufe unter:
Aktiv werden gegen NATO-Kriegspolitik!
Den Regierungsmitgliedern der NATO-Staaten, den Militärs, Kriegsstrategen und Rüstungslobbyisten, die sich alljährlich zur so genannten Sicherheitskonferenz in München treffen, ist eines gemeinsam:
Sie sind mit verantwortlich für die völkerrechtswidrigen Kriege gegen Jugoslawien, gegen den Irak und Afghanistan mit zehntausenden von Toten, für wachsenden Terror, Folter und Flüchtlingselend.
Die NATO und mit ihr Deutschland hat die ganze Welt zu ihrem Einsatzgebiet erklärt. Gleichzeitig wird die Militarisierung der EU weiter voran getrieben. Die EU rüstet sich, um eigene Kriegseinsätze führen zu können. Im EU-Vertrag ist festgelegt: "Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern. Es wird ein Europäisches Amt für Rüstung, Forschung und militärische Fähigkeiten eingerichtet."

Am Mittwoch setzte die dänische Polizei ihre Repressionswelle gegen die Klimabewegung fort.
Im Rahmen der Reclaim Power Aktion des Climate Justice Aktion Netzwerks waren am Vormittag
2500 Menschen zum Zaun des Bella Centers maschiert. Das Ziel der zivilen Ungehorsams Aktion des internationalen Bündnisses war es eine Klimagerechtigkeitskonferenz auf dem Konferenzgelände abzuhalten. Diese Klimagerechtigkeitskonferenz von unten sollte Menschen aus globalem Süden und Norden, von innerhalb und ausserhalb des COP 15; zusammenbringen, um ein Zeichen gegen falsche, marktbasierte Løsungen zu setzen und Alternativen zu diskutieren.
Kriegsminister Karl Theodor zu Guttenberg redet sich um Kopf und Kragen:
Erst sollen ihm notwendige Dokumente nicht vorgelegen haben. Nun hat er laut Berichten des /Spiegel/ doch schon früher von dem Vorgehen der Bundeswehr am 4. September 2009 und der Zielsetzung des Bombardements auf zwei Tanklaster und die sie umringenden Afghanen gewusst. Die Schlinge zieht sich zu, denn der ehemalige Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und der Exgeneralinspekteur der Bundeswehr widersprechen der Version des Verteidigungsministeriums öffentlich und fordern Aufklärung über ihre Entlassungen.
Redebeitrag des Landesverbands Hamburg der linksjugend ['solid] zur Kundgebung des Hamburger Forum e.V. „Keine Mandatsverlängerung für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan!“ am 28.11.2009
In Afghanistan bricht ein deutscher Oberst das bestehende Kriegsvölkerrecht. Er ließ von NATO-Flugzeugen Zivilisten bombardieren, weil sie sich in der Nähe von Tanklastern aufhielten, die evtl. von Taliban hätten genutzt werden können: Wie viele tote Zivilisten der Angriff verursacht hat, hat die NATO aber nicht einmal untersucht.
In Deutschland wird der verantwortliche Oberst von der Politik in Schutz genommen. Auch die eigenen Soldaten sollen in Zukunft von rechtlichen Schritten mit einer speziellen Gerichtsbarkeit geschützt werden. Zugleich werden drei Menschen in Berlin im Rahmen des Gerichtsprozess gegen die militante gruppe verurteilt, weil sie angeblich organisiert Anschläge auf Bundeswehrautos verübt haben: Zwei von ihnen sollen für dreieinhalb, einer für drei Jahre ins Gefängnis.
Im deutschen Bundestag will die aktuelle Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP die Kriegspolitik der großen und der rot-grünen Koalition fortführen: weitere Truppen, weitere Waffen und zusätzliches Geld für noch mehr Krieg.
Carbon Trade Watch, 2008, 40 min. (Engl. Untertitel) Wake Up, Freak Out and then Get a Grip, animierter Kurzfilm von Leo Murray.
Im Dezember diesen Jahres wird in Kopenhagen die UN-Klimakonferenz stattfinden, auf der UN-Staaten über Maßnahmen gegen den Klimawandel reden werden. Die letzten Konferenzen haben keinen wirksamen Klimaschutz erreicht. Mechanismen wie der Emissionshandel versagen im Kampf gegen die globale Erwärmung, und haben schwerwiegende soziale Folgen. Danach Info zu Stand der Verhandlungen, geplanten Aktionen und was ihr sonst wissen wollt.
Ab 21:00 steigt dann im Knallhart Die SoliParty - die Gewinne fließen direkt in die Klimabewegung.
Bodo Ramelow, Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE bei den letzten Landtagswahlen in Thüringen, hat vor kurzem gegenüber der Welt am Sonntag behauptet, die LINKE stehe nicht für einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Man könne auch stufenweise die deutschen Soldaten zurückholen, so Ramelow weiter.
Einzelne Parteimitglieder und -gliederungen, wie z.B. der Berliner Parteichef Claus Lederer und der Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend ['solid], haben bereits durch die Teilnahme bzw. Mitorganisation von Demonstrationen für den zerstörerischen israelischen Feldzug in Gaza um die Jahreswende den linken Konsens der Partei verlassen. Mit Bodo Ramelow tritt nun ein Spitzenpolitiker der Partei offiziell die vereinbarten Grundsätze und das Wahlprogramm der LINKEN zur Bundestagswahl bewusst mit Füßen.
Antimilitaristischer Infostand der Linksjugend ['solid] Hamburg am 19.9.2009 an den Hamburger Landungsbrücken
In Kundus befehligt die Bundeswehr Bombenangriffe auf alles, was sich bewegt, und erhält dafür Applaus von den deutschen und afghanischen Kriegsprofiteuren. Zwar will kein Verantwortlicher das entscheidende Wort in den Mund nehmen, aber Fakt ist: die Bundesrepublik führt überall auf der Welt Krieg für deutsche Macht- und Wirtschaftsinteressen. Und für diese Kriege mit hoher und niedriger Intensität, die das ohnehin unermessliche Leid der Menschen in den betroffenen Staaten noch vergrößern, braucht sie neue Waffen und hochentwickeltes Kriegsgerät.
Die in ihrer Geschichte einmalige Umstrukturierung und Neuausrichtung der Bundeswehr auf offensive Eingriffe an allen Orten auf dem Erdball und langfristige Besatzungen macht auch eine Neuausrüstung erforderlich. Die deutsche Marine beansprucht auf dem Weg zur „Expeditionary Navy“ (Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr, 2006) innerhalb der Bundeswehr und in der Zusammenarbeit mit Militärs anderer Staaten eine Führungsrolle. Die dafür notwendige Ausrüstung stammt aus Hamburg vom so genannten Traditionsunternehmen Blohm+Voss.

Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freundinnen und Freunde,
Wir rufen am 17.09. zu einem gemeinsamen Aktionstag für Arbeit, Ausbildung und Übernahme auf. Ab 17 Uhr werden wir am Bahnhof Altona (Ausgang Ottenser Hauptstraße) einen großen Aktionsinfotisch veranstalten, der zwei größere Aktionen beinhaltet. Einmal werden wir in Form eines Straßentheaters überspitzt den Konkurrenzkampf um zu wenig Ausbildungsplätze darstellen und dann wollen wir bei einigen Firmen und Geschäfte in Altona, die sich nicht gerade durch Eifer beim Ausbilden auszeichnen, persönlich vorbei schauen.
Der Hamburger Spitzenkandidat der LINKEN für die Bundestagswahl 2009, Jan van Aken und der Außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Norman Paech diskutieren über Ursachen kapitalistischer Kriege und die Friedens- und Außenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Angesichts der zunehmenden Militarisierung der Deutschen Außenpolitik ist eine starke linke Friedenskraft notwendiger denn je. DIE LINKE ist die einzige parlamentarische Kraft im Deutschen Bundestag, die konsequent gegen die Kriege der NATO und die Kriegseinsätze der Bundeswehr ist. Der „Krieg gegen den Terror“, wie er z.B. in Afghanistan geführt wird, dient weder dem zivilen Aufbau noch der Sicherheit. Die Rede vom „Krieg gegen den Terror“ ist vielmehr die zentrale ideologische Rechtfertigung für Militäroperationen, in denen es um die Durchsetzung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen der westlichen kapitalistischen Staaten geht. Millionen von Menschen werden bereitwillig geopfert, ihrer Lebensgrundlage beraubt und zu Flüchtlingen gemacht. Diese zerstörerische Politik wird von den Kriegsherren legitimiert mit der Durchsetzung von Frieden, Menschenrechten und dem Aufbau von Demokratie.
Ort: Bürgerhaus Wilhelmsburg (Mengestr. 20)
Beginn: 19.30 Uhr
Zum dritten Mal findet nun in Hamburg-Wilhelmsburg das Dockville-Festival statt. Auf den ersten Blick scheint es so, als ob man nichts schlechtes daran finden kann, dass MusikerInnen und KünstlerInnen eine Möglichkeit geboten wird, sich und ihre Arbeiten bei einem groß angelegten OpenAir zu präsentieren. Aber wieso findet das Dockville gerade seit drei Jahren in Hamburg-Wilhelmsburg statt? Wer finanziert und veranstaltet das Festival eigentlich – und warum?

Nach jahrelangem Kampf kann die Friedensbewegung gegen den deutschen Militarismus einen Sieg in der Heide Kyritz-Neuruppin erringen: Der deutschen Armee wurde per Gericht erneut verboten Bomben über dem Gebiet abzuwerfen. Die Frage, ob wir überhaupt Spezialisten im Bombenwerfen brauchen, wird gar nicht gestellt. In den bürgerlichen Medien lautet die Botschaft: In der Heide können keine Bomben abgeworfen werden. Jetzt muss ein neuer Platz gesucht werden. Denn es müssen Bomben fallen. Wir sagen: Keine Bombenwürfe egal an welchem Ort!
Hier weiterlesen
Keine Bombenwürfe in der Heide
Nach rund 17 Jahren Protest ist es gelungen das Bombodrom in der Heide Kyritz-Neuruppin zu verhindern. Denn der deutsche Militarismus wollte hier den Abwurf von Bomben üben lassen. Nach einer erneuten Niederlage vor Gericht hat Kriegsminister Jung auf die militärische Nutzung der Heide verzichtet. Dies war nur durch den Druck von vielen Aktivistinnen und Aktivisten möglich. Damit wurde nicht nur Mensch und Natur in dieser Region vor Zerstörungswut und Kriegslärm des Militärs bewahrt. Sondern dies ist auch ein Sandsack im Getriebe der deutschen Kriegsmaschinerie. Denn wer Bombenwürfe trainieren will, wird schon wissen wofür. Dank an alle Aktivistinnen, die diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben! Auch an den beiden anderen Bombenabwurfplätzen in der BRD wird nun Widerspruch laut. Der Erfolg ermutigt nun auch andere Betroffene die Bombenwürfe infrage zu stellen. Bei den Verantwortlichen stellt sich jedoch nur eine Frage: wo werden die nächsten Bomben fallen.
Wie jedes Jahr wollten Tausende das Schanzenfest feiern. Das bunte Programm mit Ständen, Infotischen und Musik zog 10.000 Interessierte an. Leider wurde die ausgelassene Stimmung durch Übergriffe getrübt. Über 1.800 auswärtige Randalierer waren angereist, um das Stadteilfest massiv zu stören. Mit Wasserwerfern und Schlagstöcken griffen sie Teilnehmer des Festes an, so dass das Fest vorzeitig abgebrochen werden musste. Kultur in Hamburg – nicht ohne überwachen und strafen.
Das Schanzenfest
Das Schanzenfest wird seit Jahren von BewohnerInnen des Stadtteils organisiert. Damit soll ein Gegenpunkt gesetzt werden zur Kommerzkultur. Dieses Fest wird eben nicht von kommerziellen AnbieterInnen organisiert, um Geld zu machen, sondern von verschiedenen lokalen Initiativen und Einzelpersonen. Deswegen gibt es günstiges Essen und Trinken sowie ein Musikprogramm ganz ohne aufdringliche Kommerzwerbung. Das ist ein erfreuliches Gegengewicht zu Mövenpick, McDonalds und Co. Die rund 10.000 TeilnehmerInnen konnten sich jedoch nicht ungestört an dieser selbstorganisierten Gegenkultur erfreuen.
Vortrag von David Harvey am 8.7.2009 im Bürgerhaus Wilhelmsburg
In Zeiten der globalen Krise des Kapitalismus sind seine gesetzmäßigen
Folgen auch in den Staaten der westlichen Welt deutlich spürbar:
Massenarmut, individuelle Verschuldung, Abbau von Bildung und
Gesundheitsversorgung, die Zerstörung der Natur etc. sind allgegenwärtig.
*Veranstaltung mit:*
*David Harvey* (USA, Autor und Professor für Anthropologie an der City
University of New York)
*Datum: 8. Juli 2009*
*Ort: Bürgerhaus Wilhelmsburg (Mengestr. 20)*
*Beginn: 19.30 Uhr*